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FAQ (frequently asked question) zum Ewigen Leben

Häufig gestellte Fragen - und mögliche Antworten der katholischen Kirche

In der FAQ-Abteilung unserer Site haben wir Fragen und Antworten zusammengestellt, die durch Anfragen (vor allem per eMail) entstanden sind - also, so hoffen wir, aus dem Leben gegriffen.

Hast Du noch eine Frage, die Du hier nicht findest? Dann maile mir! Wenn Du willst, wird Deine Anfrage gerne auch vertraulich behandelt.

Wahrscheinlich geht es vielen Menschen so wie mir. Es ist für mich ein Albtraum, im Sterben zu liegen und fürchten zu müssen, dass es kein „danach“ gibt; dass mein Sein einfach zu bestehen aufhört und die Summe meiner Lebenserfahrungen und -leistungen zunichte wird. Habe ich wirklich ein Menschenleben lang vergebens auf ein Leben nach dem Tode gehofft, auf die so gepriesene ewige Glückseligkeit im Paradies? Das geht vermutlich wirklich vielen Menschen so. Und das ist eine berechtigte Frage. Auch Ihnen?

Ja, das geht auch mir so: Wobei es für mich kein Albtraum wäre, sondern schlicht ein Ding der Unmöglichkeit, wenn nach dem Tod alles einfach aufhört. Das würde bedeuten, dass alles, absolut alles sinnlos ist - nicht nur MEIN Wirken, sondern ein JEDES Wirken. Das kann ich mir nicht vorstellen, weil es nur sinnlos ist.

Gibt's ein Leben nach dem Tod?

Ja.

Woher wisst ihr das?

Natürlich auch aus der Bibel. Sowohl im Alten Testament (da aber nicht durchgehend), als auch im Neuen Testament (da ganz ausdrücklich) wird vom Leben nach dem Tod gesprochen.

Aber es gibt auch andere Hinweise. Zum einen die vielen Erfahrungen der Menschen, die nach dem Tod eines anderen Menschen auch weiterhin eine lebendige Beziehung haben - und spüren, dass der Verstorbene "noch da ist". (Das klingt zwar nach einem ganz schwachen Argument und stark nach Einbildung - aber fragt mal die, die davon überzeugt sind - diese Erfahrungen sind "stark"!)

Als nächstes ergibt sich das aus dem Selbstverständnis von Gott und Mensch. Einmal abgesehen von den seltsamen Zeitgenossen, die den Menschen tatsächlich für eine Art Maschine halten und gleichzeitig glauben, das Gott nicht existiert, ist für jeden vernünftigen Menschen klar: Keine Moral, kein Ideal und keine menschliche Regung verträgt sich mit dem Gedanken, dass letztlich alles für die Katz' ist.

Außerdem ergibt sich die Annahme eines Lebens nach dem Tod aus den Nah-Tod-Erfahrungen. Das sind Erfahrungen von Menschen, die schon einmal eine kurze Zeit klinisch tot waren. Mehr als 20 % derjenigen, die wiederbelebt wurden, können von einer "Jenseits-Erfahrung" berichten. Berichte, dich sich übrigens in allen Kulturen und Zeiten sehr ähneln.

Oder schau einmal in die Heiligsprechungsakten der katholischen Kirche. Dort werden die Wunder geprüft, die auf Fürsprache der Verstorbenen geschehen sein sollen. Wer glaubt, da käme so gut wie jedes Pseudo-Wunder durch, der wird Augen machen: Ohne natur-wissenschaftliche Kontrolle (meistens durch Mediziner) geht da gar nichts. Wer aber soll die Wunder (mit Gottes Hilfe) wirken, wenn es kein Leben in der Gemeinschaft der Heiligen gibt?

Oder aufgrund von Erscheinungen, übernatürlichen Phänomenen oder Eingebungen. Die Bibel lehnt zwar eine Totenbeschwörung ausdrücklich ab (Dtn 18, 20f) - aber es wird nicht in Zweifel gezogen, dass das möglich ist.

Aber das letzte und wichtigste Argument außerhalb der Bibel ist, dass keine Religion dieser Welt, mag sie noch so alt oder verquer sein, auf diesen Glauben verzichtet. Die Theologen sprechen von einer allgemeinen, "natürlichen Offenbarung".

Was passiert im Tod?

Im Tod trennen sich Leib und Seele.

Der Leib ist der Ausdruck der Seele - und ohne Seele zerfällt er. Das ist schon schmerzlich - denn die Seele hat jetzt kein Ausdrucksmedium mehr. Die Seele selbst jedoch stirbt nicht.

Kommt dann Himmel, Hölle und Fegefeuer?

Ja - auch wenn die Begriffe etwas missverständlich sind.

Der Himmel - das ist die Gemeinschaft mit Gott. Also kein Ort oder eine himmlische Wohngegend, sondern ein Verhältnis, eine Beziehug. Deshalb können wir auch manchmal vom "Himmel auf Erden" sprechen. Wer sich ein Leben lang auf Gott gefreut hat, der sucht auch seine Nähe.

Der Vorteil ist, dass die Seele, die eigentlich ohne Leib ziemlich gehandicapt ist, wenns um Kontaktaufnahme geht, durch Gott wieder Gemeinschaft erfährt - die Gemeinschaft der "Heiligen" im Himmel und auf der Erde.

Die Hölle - das ist die Abwesenheit Gottes. Weil Gott höflich ist, drängt er sich nicht auf. Und wer ein Leben lang Gott zum Teufel gejagt hat, wird das auch nach dem Tod wahrscheinlich tun. Das bricht zwar Gottes Herz - aber er rührt das unsere nicht an.

Und das Fegefeuer?

Das ist ein blöder Begriff - für uns heute. Im lateinischen heißt dieser Zustand "Purgatorium" - Reinigung. Eigentlich meint das Wort "Fegefeuer" auch einen Ort der Reinigung - aber wir denken eher an einen quälenden Feuersee als an einen Ort der Klärung.

Vielleicht kann man sich diesen Ort so vorstellen, dass Gott von uns zwar erwünscht wird (und deshalb bleibt er auch in unserer Nähe), aber nicht um seiner selbst willen, sondern weil man etwas von ihm will ("Gesellschaft", "Unterhaltung", "Vergnügen", "Ablenkung" etc...). Das reicht natürlich nicht für eine echte Beziehung - Gott will geliebt, nicht benutzt werden. Deshalb hält er sich (bildlich gesprochen) in einer für uns quälenden Distanz. Aber da wir ihn schauen und uns nach ihm Sehnen, klärt sich zunehmend unsere Beziehung zu ihm - und je mehr wir ihn wirklich lieben, um so mehr erhalten wir das, was wir durch Gott erhalten wollten.

Und was ist mit der Auferstehung?

Es geht ja noch weiter - denn am "jüngsten Tag" ("Judgement Day") erhalten wir alle unseren Leib wieder. Dann gibt es nur noch zwei Gruppen: Die, die den Leib dazu benutzen, sich und Gott zu erfreuen. Und die anderen, die ihn benutzen, um Gott und den anderen aus dem Weg zu gehen.

Wir bekommen einen Körper? Welchen?

Der Körper ist Ausdruck unserer Seele - und ohne Körper wären wir nicht vollständig. Deshalb gehört zum Menschen der Leib dazu - auch im Jenseits.

Aus diesem Grund können wir uns nicht irgendeinen Körper aussuchen. Jeder hat seinen Körper - weil jeder eine einzigartige Seele hat. Aber für die, die jetzt mit ihren Körper nicht so zufrieden sind: Es wird ein perfekter Körper sein - perfekter Ausdruck unserer Seele. Im Himmel gibt es keine Pickel, keine Behinderung und kein Übergewicht. Und wenn es doch Pickel geben sollte - dann sind es die schönsten Pickel, die es gibt!