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FAQ (frequently asked question) zum Gott, dem Vater

Häufig gestellte Fragen - und mögliche Antworten der katholischen Kirche

In der FAQ-Abteilung unserer Site haben wir Fragen und Antworten zusammengestellt, die durch Anfragen (vor allem per eMail) entstanden sind - also, so hoffen wir, aus dem Leben gegriffen.

Hast Du noch eine Frage, die Du hier nicht findest? Dann maile mir! Wenn Du willst, wird Deine Anfrage gerne auch vertraulich behandelt.

Kann ich nicht auch glauben, ohne zu beten? Und ohne den ganzen religiösen Quatsch?

Wie schon gesagt, Du kannst gerne glauben, dass es einen Gott gibt. Manche Leute glauben auch, dass es einen Yeti gibt - oder das Ungeheuer von Loch Ness. Aber an der Lebensführung eines solchen Gläubigen ändert sich dadurch noch nicht viel, es ist also so gesehen moralisch ziemlich einerlei, ob Du ein glaubender Mensch bist oder nicht.
Es gibt zahlreiche Glaubensvorstellung, bei denen es reicht, von Gott zu wissen. Ist Gott bspw. ein "Uhrmacher-Gott", der einmal die Welt erschaffen, aufgezogen und in Bewegung gesetzt hat, so ist er auch zufrieden mit jemandem, der entdeckt, dass es den "Schöpfer" gibt. Wahrscheinlich will ein solcher Gott eher sein Ruhe und weiter seinem Spielzeug zuschauen.
Glaubst Du aber an Gott den Vater, der Dich liebt und Dich als sein Kind annehmen möchte, dann kannst Du nicht mehr neutral bleiben: Entweder Du antwortest Ihm, dass er Dich gefälligst in Ruhe lassen soll (dann widerspricht Dein Tun Deinem Glauben); oder Du beginnst tatsächliche eine Beziehung zu ihm. Beziehung schließt aber immer ein, mit jemanden in Kontakt zu treten, sich auf seine Gegenwart zu freuen und sie zu suchen - und vor allem zu fragen, was meinem Gegenüber denn gefällt - und was nicht.

Peter hat dazu eine ausdrucksstarke Katechese geschrieben: Gott, unser Vater

Wie kann Gott ein Kind haben?

Wir Christen glauben, dass Gott nicht irgendwann ein Kind bekommen hat; sondern das Gott in sich bereits aus drei Personen besteht. Diese Personen verdanken sich: Der Sohn dem Vater und der Geist dem Vater und dem Sohn. Zugegeben, die "Dreifaltigkeit" ist ein schwieriges Thema und vielleicht sogar gar nicht ganz zu verstehen. Aber sie ist trotzdem wichtig: Während andere Götter sich Konkurrenz machen (wie z.B. im Hinduismus) oder in sich ruhen, glauben wir Christen an ein Gott, der in sich ein liebevolles Geschehen ist. Wir Menschen dürfen irgendwann an dieser innigen Gemeinschaft teilhaben; dass meint die Bibel, wenn sie davon spricht, dass wir einmal die "Sohnschaft" erlangen sollen - und das gibt es in keiner anderen Religion.