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Kleine Gebetsammlung zum persönlichen Gebrauch
Diese kleine Gebetsamlung dient zunächst zum persönlichen Gebrauch. Vorformulierte Gebete helfen Dir, im
persönlichen Gespräch mit Gott neue Gedanken zu finden und durch die Worte großer Beter selbst die eigenen Worte zu
finden.
Aber auch in der Jugendarbeit können sie hilfreich sein: Beim persönlichen Gebet in der Gruppe (am Anfang oder Ende
einer Stunde), in besonderen Situationen, immer dann, wenn sich ein Gebet empfiehlt, aber die Worte fehlen. Dazu kannst Du Dir aus
dieser Sammlung und den Lieblingsgebeten der Kinder ein eigenes "Gruppengebetsheft" erstellen. Schau dazu auch in die
"Gebetsammlung für unterschiedliche Anlässe".
Die Gebet hier sind bunt durcheinander gewürfelt: Alte Gebete, neue Gedanken, in Gedichtform oder frei gesprochen, von
großen Heiligen oder Jugendlichen unserer Zeit - such Dir heraus, was Du zu Deinen Worten machen möchtest.
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Manche Menschen wissen nicht...
Manche Menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind.
Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es ist, sie nur zu sehen.
Manche Menschen wissen nicht,
wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.
Manche Menschen wissen nicht,
wie viel ärmer wir ohne sie wären.
Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk des Himmels sind.
Sie wüssten es,
würden wir es ihnen sagen.
Paul Celan
Ich habe keine Angst
Ich habe viel Freude am Leben.
Gott steht auf meiner Seite.
Mit den Menschen, die ich mag,
und mit Gott kann mir nichts passieren.
Worauf es doch ankommt, ist doch dass Gott mich mag
und dass ich andere lieben kann.
Und das kann mir keiner nehmen.
Keine Dunkelheit, keine Schuld,
keine Verachtung durch die Menschen,
keine Krankheit.
Nichts kann mich von Gott und von der Liebe,
von der Freude und vom Glauben trennen.
Natürlich macht mich das nicht unverletzlich,
und manchmal fürchte ich mich vor dem, was als nächstes
kommt.
Aber wenn ich mich fürchte - bete ich.
So kann die Angst, die mich ab und zu überkommt,
immer wieder Gelegenheit zum Gebet sein.
Nichts, auch nicht die Angst, etwas zu verpassen,
kann mich von Gott trennen.
Ganz im Gegenteil,
je unsicherer ich bin, umso fester halte ich mich an Gott.
Bei ihm fühle ich mich sicher.
Er zeigt mir, wie schön es ist, zu lachen,
sich zu freuen,
Spaß zu haben
und für andere da zu sein.
Das Leben ist schön,
weil Gott es mir geschenkt hat.
Meine Fröhlichkeit soll ein Zeichen meines Dankes sein.
Raffael de Blasi
Herr, mache mich zum Werkzeug Deines
Friedens
Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Liebe entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.
Amen.
Franziskus zugeschrieben
Um drei Dinge bitte ich
Herr, zeige mir die Möglichkeiten,
die Dinge zu verändern, die ich verändern kann,
und gib mir die Kraft,
die Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann,
und gib mir die Weisheit,
eines vom anderen zu unterscheiden.
Aus Irland
Nichts soll dich ängstigen
Nichts soll dich verwirren,
nichts dich erschrecken.
Alles geht vorbei.
Gott allein bleibt der selbe.
Die Geduld erreicht alles.
Wer Gott hat, dem fehlt nichts:
Gott allein genügt
Teresa von Avila
Seele Christi
Seele Christi, heilige mich.
Leib Christi, erlöse mich.
Blut Christi, tränke mich.
Wasser der Seite Christi, wasche mich.
Leiden Christi, stärke mich.
O gütiger Jesus, erhöre mich.
Verbirg in Deinen Wunden mich.
Von Dir laß nimmer scheiden mich.
Vor dem bösen Feinde beschütze mich.
In meiner Todesstunde rufe mich.
Mit Deinen Heiligen zu loben Dich
In Deinem Reiche ewiglich. Amen.
Ignatius von Loyola zugeschrieben
Wachse in mir
Wachse, Jesus,
wachse in mir.
In meinem Geist, in meinem Herzen, in meiner Vorstellung,
in meinen Sinnen.
Wachse in mir in deiner Milde, in deiner Reinheit,
in deiner Demut, deinem Eifer, deiner Liebe.
Wachse in mir mit deiner Gnade, deinem Licht und deinem Frieden.
Wachse in mir zur Verherrlichung deines Vaters, zur größeren
Ehre Gottes. Amen
Pierre Olivaint
Maria, meine liebste Mutter
Maria, meine liebste Mutter
gib mir dein Herz, so schön, so rein, so unbefleckt,
so voller Liebe und Demut,
damit ich wie du Jesus empfangen kann
und damit ich eile, ihn anderen zu bringen. Amen.
Mutter Teresa
Zu IHM
Ich trage sie zu IHM
die Last meines alten Kummers
ich zeige sie IHM
die Narben meiner Seele
ich erzähle IHM
von meinem alten Hass
ER hilft mir
diese alte Last zu tragen
ER gibt mir Trost
nimmt mich und meine Tränen an
ER begleitet mich, hilft mir
diesen Hass zu bändigen
ER zeigt mir
einen neuen Weg
ER gibt mir immer wieder
neue Möglichkeiten
ER schenkt mir die Gewissheit
irgendwo bei IHM geborgen zu sein
M. Becker
Vater unser,
du begleitest mich durch mein Leben,
ich glaube an Dich und daran,
daß meine Seele bei Dir ein Zuhause finden wird.
Bitte gib mir den Mut nach Deinen Geboten zu leben,
auch, wenn es manchmal schwierig ist.
Ich habe, was ich zum Leben brauche,
dafür danke ich Dir.
Hilf mir bitte aus den Fehlern die ich mache zu lernen
und hilf mir zu verzeihen.
Führe mich, wenn ich in Versuchung gerate
und hilf mir, das Böse zu erkennen.
Schenke mir und denen die mir am Herzen liegen
Deinen Segen,
sende Deinen Frieden im mein Herz.
M. Becker
Psalm 139 - In neuen Worten
Herr, mein Gott, mein Vater im Himmel,
wie schön, dass du mich siehst.
Du kennst mich.
Du siehst mich, wenn ich Angst habe,
du siehst mich, wenn ich mich verstecke
und nicht zugebe, was ich getan habe.
Du siehst mich, wenn ich allein bin und von großen Dingen
träume
und von dem Leben, das vor mir liegt.
Wie gut, dass du mich siehst!
Ich kann ja keinen Schritt tun,
bei dem du mich nicht begleitest.
Ich kann kein Wort denken,
das du nicht hörst, ehe ich es ausspreche.
Wie in zwei großen Händen hältst du mich.
Ich bin darin geborgen wie ein Vogel im Nest,
und manchmal scheint mir, ich sei darin gefangen wie ein Vogel
im Käfig.
Herr, manchmal ist mir unheimlich vor deiner großen
Hand,
in der ich gefangen bin, und ich möchte ihr gerne entrinnen.
Ich denke über die große Welt nach,
über die künstlichen Monde, die die Menschen machen,
über die Raumschiffe, die in den Weltraum hinausjagen,
und denke mir, dass wir Menschen dich eigentlich nicht mehr
nötig haben.
Aber während ich das denke, bist du um mich
und ich bin in deinen beiden großen Händen.
Ich denke manchmal auch, es habe eigentlich gar keinen Sinn,
dass es mich gibt.
Dann habe ich dieses Leben satt und würde es gerne wegwerfen,
denn ich habe es mir nicht selber ausgesucht.
Aber ich weiß: Wenn ich mein Leben wegwerfe und zu den
Toten komme,
dann begegne ich dort doch wieder dir
und ich bin wieder in deinen Händen gefangen
und bin weder meinen Aufgaben noch dir entflohen.
Manchmal träume ich vom großen Leben.
Ich träume davon,
reich oder schön oder mächtig zu sein,
so dass mich die Menschen sehen und bewundern und von mir
reden.
Nicht nur die in meiner Straße,
sondern alle, alle Menschen in der ganzen Welt,
dann kommt es mir so dumm und klein vor,
das Leben, das ich führen soll, in dem es immer heißt:
Du sollst, du sollst nicht.
Du darfst, du darfst nicht.
Und ich möchte dem allen davonlaufen.
Aber ich weiß, das sind Träume.
Deine Hand ist starker.
Deine Hand hält mich fest in meiner Schule
oder in meiner Arbeit
oder in Deinem Hause,
und auf alle Fälle dort, wo meine kleinen Aufgaben sind.
Es ist gut, Herr, dass du mich festhältst.
Manchmal denke ich: Jetzt sieht mich niemand.
Kein Mensch sieht mich und auch du, Herr, bist nicht dabei.
Wenn es dunkel ist oder wenn die Vorhänge an meinem Fenster
zugezogen sind.
Und doch weiß ich, wie dumm es ist, zu meinen,
dass du, Gott das Tageslicht brauchst oder eine Lampe, um
mich zu sehen,
als ob du Augen hättest wie ein Mensch.
Aber es ist gut, Herr, dass du mich siehst.
Wie sollte ich leben können, wenn du nicht auf mich acht
hättest,
wenn du mit deinen großen Händen und mit deiner
Liebe
nicht immer und überall um mich her wärest?
Wenn ich mich selbst betrachte und meine Hand ansehe
oder im Spiegel mein Gesicht oder meine Gestalt,
dann weiß ich: Das alles hast du gemacht. Es ist gut,
das zu wissen.
Ich weiß nichts davon,
was mit mir geschehen ist, als ich klein war,
als ich noch nicht gehen und noch nicht sprechen konnte.
Ich weiß auch nicht, wie es zuging, dass ich im Leib
meiner Mutter wuchs.
Auch das hast du getan.
Aus deinen guten und großen Gedanken bin ich entstanden.
Gib mir Ehrfurcht in mein Herz und in meine Gedanken.
Ehrfurcht vor dem Leibe, in dem meine Mutter mich getragen
hat,
und Ehrfurcht vor deinen geheimnisvollen Gedanken.
Denn ich möchte dir danken für alles, was du mir
gegeben hast,
für meinen Leib, für Geist und Seele,
für meine Geschicklichkeit und meine gesunde Kraft.
Ich möchte dir für vieles andere mehr danken.
Ich danke dir, dass du meinen Weg bestimmt hast
und nicht der Zufall, nicht die Sterne, die die Leute um mich
her befragen,
auch nicht die fremde Macht, die wir das Schicksal nennen.
Ich danke dir für jeden Tag, den ich erlebe, denn er
kommt aus deiner guten Hand.
Ich bitte dich, mein Gott, hilf mir, dass ich mich nicht beklage,
weil ich nicht so begabt,
nicht so schön
oder nicht so gesund bin wie andere.
Lass mich dankbar sein, dass du mich so gemacht hast, wie
ich bin,
lass mich dankbar sein und dich preisen.
(Autor unbekannt)
Unruhig ist unser Herz
Herr, du bist groß und hoch zu loben;
groß ist deine Macht,
deine Weisheit ist ohne Ende.
Und dich zu loben wagt der Mensch,
ein winziger Teil deiner Schöpfung,
der Mensch, der dem Tod verfallen ist,
der weiß um seine Sünde und weiß,
dass du dem Hoffärtigen widerstehst;
und dennoch, du selbst willst es so:
wir sollen dich loben aus fröhlichem Herzen;
denn du hast uns auf dich hin geschaffen,
und unruhig ist unser Herz,
bis es Ruhe findet in dir.
Augustinus
Du kommst mir zuvor
Ich machte mich auf den Weg zu dir,
doch schon sah ich, du kamst mir entgegen.
Ich wollte dir sagen: Ich liebe dich, doch schon hörte
ich dich flüstern:
Du bist mir lieb.
Ich wollte dich um Vergebung bitten,
doch ich erfuhr, du hattest mir längst vergeben.
Ich wollte dich "Vater" nennen, doch ich hörte
dich rufen: "Mein Kind!"
Ich verlangte danach, in dir zu leben, doch ich entdeckte,
du lebst in mir.
Mein Gott, ich werde nie der erste sein.
Liegt darin mein Glück verborgen?
Du kommst mir immer zuvor, um mir nachzugehen.
(Autor unbekannt)
Wenn keiner da ist
Wenn keiner da ist,
der dich in den Arm nimmt,
dann ist Gott da.
Gott ist immer da.
Er nimmt dich in den Arm,
wenn du Trost und Wärme brauchst.
Wenn keiner da ist,
der dich so mag, wie du bist,
dann ist Gott da.
Gott ist immer da.
Er liebt dich so wie du bist,
weil du es wert bist, geliebt zu werden.
Wenn keiner da ist,
der dir hilft,
dann ist Gott da.
Gott ist immer da.
Er hilft dir jederzeit,
egal was los ist.
Wenn keiner da ist,
und du ganz alleine bist.
dann ist Gott da.
Gott ist immer da.
Er leistet dir Gesellschaft
und lässt dich nicht allein.
Wenn keiner da ist,
und du keine Freunde hast,
dann ist Gott da.
Gott ist immer da.
Er ist dein treuer Begleiter,
der dich nie im Stich lässt.
Wenn keiner da ist,
und du große Angst hast,
dann ist Gott da.
Gott ist immer da.
Er hält deine Hand
und nimmt dir die Angst.
Wenn keiner da ist,
und dir die Decke auf den Kopf fällt,
dann ist Gott da.
Gott ist immer da.
Er hält schützend seine Hände über dich
und passt auf dich auf.
Gott ist immer da,
Er lässt dich nie alleine und beschützt dich.
Er nimmt dich in den Arm und passt auf dich auf.
Er hilft dir immer und überall.
Er ist dein treuster Begleiter, der dich so mag wie du bist.
Auf Gott kannst du dich verlassen.
(Annja Teschers)
Psalmen - einmal anders gebetet
Was ist das eigentlich für ein Quatsch, an Gott zu glauben?
Heute ist mal wieder so ein Tag, an dem es mir unsinnig erscheint.
Die Idee Gott kommt mir wie ein sehr emotionaler Wunschgedanke
vor. Klar wäre es schön, wenn es eine allmächtige
Kraft gebe, die Ursache allen Lebens ist. Dann wäre so
vieles einfacher. Ich kann Gott für mein Leben verantwortlich
machen. Ich kann mich ihm hingeben. Und wenn ich etwas mal
nicht verstehe, ist das eben Gottes Wirken. Ich habe etwas,
an das ich mich halten kann, wenn es mir schlecht geht. Und
wenn mir dann doch mal Glück widerfährt, kann ich
wenigstens sagen: Das habe ich mir verdient. Oder : Gott hat
mir das geschenkt. Der Zufall würde meine Freude trüben.
Aber mal ehrlich, Gott ist mir doch am nächsten, wenn
es mir schlecht geht. Das kommt mir so falsch vor. Und wo
ist er denn, der barmherzige Gott?
Der Herr hat Himmel und Erde gemacht,
das Meer und alle Geschöpfe;
er hält ewig die Treue.
Recht verschafft er den Unterdrückten, den Hungernden
gibt er Brot;
Der Herr befreit die Gefangenen. - Psalm 146
Ich will jetzt gar nicht von irgendwelchen Hungersnöten
oder Umweltkatastrophen schreiben. Aber warum müssen
sich Menschen einsam fühlen? Warum gibt es diesen Schmerz
der Einsamkeit? Wie war das noch bei Adam und Eva? Wir haben
uns selbst dafür entschieden? Das macht doch alles keinen
Sinn. Ok. Wir haben die Freiheit, uns für Gut und Böse
zu entscheiden. Aber wer entscheidet sich schon dafür,
einsam zu sein. Warum spüren wir Gott nicht mit jedem
Atemzug? Warum ist unsere Seele nicht von seiner Liebe durchdrungen?
Ich breite die Hände aus und bete zu dir;
Meine Seele düstet nach dir wie lechzendes Land.
Herr, erhöre mich bald,
denn mein Geist wird müde. - Psalm 143
Ich bemühe mich an jedem Tag, mit Gott durch das Gebet
in Verbindung zu treten. Ich habe Sehnsucht nach ihm. Sehnsucht
nach einer Liebe, die mich so annimmt, wie ich bin. Mit allen
meinen Fehlern und Schwächen. Manchmal gibt es einen
kurzen Moment in meinem Leben, da scheine ich Gottes Herrlichkeit
zu spüren. Doch wann ist das?
Es geschieht, wenn Menschen mir gegenübersitzen, die
ehrlich zu mir sind. Wenn Menschen mir von ihrem wahren Selbst
erzählen und mich daran teilhaben lassen. Dann fühle
ich mich nicht mehr so allein. Doch was ist das? Ist das Liebe?
Ist das Gott?
Nicht länger nennt man dich Die Verlassene"
Und dein Land nicht mehr Das Ödland",
sondern man nennt dich Meine Wonne"
und dein Land Die Vermählte".
Wie der Bräutigam sich freut über die Braut,
so freut sich dein Gott über dich. - Jes 61
Wenn ich auf dem freien Feld stehe und die Sonne in mein
Gesicht scheint, dann fühle ich mich frei. Aber gleichzeitig
geborgen, obwohl weit und breit kein Mensch zu sehen ist.
Ich spüre dann, dass ich mit dem Universum auf unsichtbare
Weise verbunden bin. Da muss eine Kraft sein, die alles zusammenhält.
Oder ist das Einbildung?
Wenn ich Musik höre, die meinen Körper durchfährt
und sie mich alles vergessen lässt, dann bin ich eins
mit der Welt. Bin glücklich und denke an Gott. Aber kann
das Gottes Liebe sein?
Denn du hast die Worte meines Mundes gehört,
deinen Namen und dein Wort über alles verheerlicht.
Du hast mich erhört an dem Tag, als ich rief;
du gabst meiner Seele große Kraft. - Psalm 138
Ist das alles nicht nur ein unglaublicher Schwindel? Ein
Hirngespinst, mit dem sich die Menschen trösten? Woran
kann ich meinen Glauben festmachen? Wenn ich mein Leben Gott
widmen will, oder er zumindest eine große Rolle spielen
soll, dann muss es etwas geben, an das ich mich halten kann.
Was kann das sein?
Das Opfer, das Gott gefällt ist ein zerknirschter
Geist,
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz
wirst du, Gott, nicht verschmähen. - Psalm 51
Eigentlich müsste ich doch einfach auf Gott vertrauen.
Nur der Glaube an ihn, ohne Beweise, macht mich heil. Aber
das ist so schwer, mein Gott. Ich will Ja sagen zu Dir. Aber
was geschieht dann? Wird sich mein Leben verändern? Ich
weiß es nicht.
Ich schenke euch ein neues Herz
Und lege einen neuen Geist in euch.
Ich nehme das Herz aus Stein aus eurer Brust
Und gebe euch ein Herz von Fleisch. - Ez 36
Vielleicht sollte ich es einfach wagen..... Amen.
Entsündige mich mit Ysop,
dann werde ich rein;
wasche mich, dann werde ich weißer als Schnee.
Erschaffe mir, Gott ein reines Herz
Und gib mir einen neuen beständigen Geist! - Psalm 51
Was ist das Gott, was Du von mir erwartest? Ich spüre,
in meinem Leben muss sich etwas ändern. Ich verliere
den Kontakt zu Dir. Immer weniger Zeit schenke ich Dir, immer
seltener bist Du in meinen Gedanken. Mein Gott, ich muss mich
entscheiden. Ich weiß nicht, ob ich an Dich glaube.
Ich hoffe auf Dich, ja.
Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele,
ich warte voll Vertrauen auf sein Wort.
Meine Seele wartet auf den Herrn
Mehr als die Wächter auf den Morgen. - Psalm 130
Aber was ist das für ein Hoffen. Ist es nicht einfach
nur Verzweiflung? Und Angst? Angst, sonst auf sich selbst
gestellt zu sein und das Leben allein nicht zu meistern? Ich
brauche Dich Gott! Aber heißt das, dass es Dich gibt?
Nein, das bedeutet nichts. Ich suche. Das ist was der Mensch
sein Leben lang tut: Suchen. Aber nach was? Suche ich wirklich
Dich, mein Gott? Oder suche ich nur mich selbst. Will ich
nur meine Bedürfnisse befriedigen? Ich möchte glücklich
sein. Doch, was macht mich wirklich glücklich? Was lässt
mich im tiefsten Winkel meines Herzens zufrieden sein? Ein
schönes Haus, tolle Klamotten, ein perfekter Körper,
ein Auto, gute Leistungen, Geld, Anerkennung? Nein. Das ist
es alles nicht. Wirklich glücklich bin ich doch nur,
wenn ich geliebt werde. Und da stehen materielle Dinge mir
sogar oft im Weg. Sie distanzieren mich von den wahren Menschen.
Sie lenken ab, von dem, was wirklich liebenswert ist. Und
das ist die Fähigkeit, füreinander da zu sein. Wenn
ich weiß, es gibt einen Menschen, der an mich denkt,
egal, ob wir zusammen sind oder nicht, dann fühle ich
mich sicher. Liebe ist, immer für den anderen da zu sein,
zu wissen, wann er einen braucht und sich selbst mal
ganz zurück zu nehmen". Das Tollste ist, sich mit
Blicken zu verstehen und das Gleiche zu denken; wenn man sich
so vertraut ist, dass man sich im Geiste verbunden fühlt;
wenn beide wissen: Wir gehören zusammen!"
Das ist das schönste Gefühl der Welt!
Du hast mir die Freunde und Gefährten entfremdet;
Mein Vertrauter ist nur noch die Finsternis. - Psalm 88
Herr, schenke mir die Gabe, lieben zu können. Ich will
mir Mühe geben, andere Menschen nicht zu verletzen und
mehr auf ihre Seele zu achten. Denn wirklich lieben, kann
ich nur mit Deiner Hilfe. Nur durch Dich kann ich wahrhaft
menschlich sein. Du bist der Ursprung all meiner Liebe. Darum:
Verlass mich nicht, Herr.
Halte an mir fest.
Bleibe in mir,
damit ich auch in Dir sein kann.
Verena Hartmann
Danke
Danke
für die Blumen in meinem Garten
sie erfreuen mich
mit ihrer Blüte und ihrem Duft
Danke
für die Freunde die ich habe
sie schenken mir Vertrauen
geben mir Kraft und Zuversicht
Danke
für die Liebe die ich in mir habe
sie wächst und kommt zu mir zurück
wenn ich sie verschenke
Danke
für die Bank unter einem Baum
dort finde ich die Ruhe die ich brauche
und kann Kraft für den Alltag tanken
Danke
für die Nachbarn die mir die Hand reichen
gerade, wenn es schwierig wird
sind sie für mich da
Danke
für das Verständnis das du mir gibst
deine Toleranz, deine Vergebung
ich bin ein Mensch und mache Fehler
Danke
DU begleitest mich auf meinem Weg
gibst mir dann Hoffnung
wenn ich aufgeben will
Danke
für die schönen Dinge in meinem Leben
und für die Schwierigkeiten
daran kann ich wachsen
Danke
dafür, daß ich so viele Gründe
zur Dankbarkeit habe
irgendwie fühle ich mich reich beschenkt .
Ein Freund
Ich wünsche dir einen Freund, der Zeit für dich
hat
und der zu dir halt, auch wenn du die Hoffnung verloren hast,
der zu seinem Wort steht
und dich nicht fallen lasst, wenn du ihn brauchst.
Ich wünsche dir einen Freund, der dir wirklich zuhört
und der deine Gedanken und Gefühle akzeptieren kann,
ohne dich mit Ratschlagen zu überschütten;
der aber auch wahrhaftig und offen und ehrlich ist
und der fähig ist, dir Kritik so zu sagen,
dass sie dich nicht verletzt, sondern weiterhilft.
Ich wünsche dir einen Freund,
der nicht neidisch ist auf das, was dir im Leben gelingt,
sondern der sich mit dir freuen
und dein Glück mit dir teilen kann,
der dich aber auch in deinen Misserfolgen nicht im Stich lasst
und sich nicht zurückzieht vor dem,
was schwierig und unbequem ist an dir.
Ich wünsche dir einen Freund, der gern mit dir zusammen
ist
und deine Nähe teilen mag,
der aber auch deine Grenzen achtet
und das richtige Maß an Distanz wahren kann.
Ich wünsche dir,
dass auch du anderen ein solcher Freund sein kannst.
(Autor unbekannt)
Wie arm wäre ich!
Wenn ich ein sehr intelligenter Mensch wäre
Und viele Dinge in dieser Welt erklären könnte,
doch deine Welt mir verschlossen bleibe, Gott,
wie beschränkt wäre mein Wissen !
Wenn ich einen Blick dafür hätte,
wie man Geld am besten investiert,
um Reichtum und Wohlstand zu erlangen,
und dabei blind wäre für den unschätzbaren
Reichtum.
Des Evangeliums,
wie arm wäre ich dann!
Wenn ich hellhörig wäre,
und genau wüsste, was die Leute denken und reden,
und so immer auf dem Laufendem wäre,
aber kein Ohr hätte für das Wort,
das du zu mir sprichst, Gott,
was für eine Taube Nuss wäre ich dann!
Wenn ich ein guter Sportler wäre,
und meine Kondition jeden Tag trainieren würde,
um Bestleistung bringen zu können,
doch gleichzeitig auf dem Weg zu dir , Gott,
auf der Stelle treten würde,
wie ziellos wäre mein Leben!
Wenn ich ein glänzender Rentner wäre,
und die Leutebegeistern könnte mit meinen schönen
Gedanken,
bei dem Versuch jedoch, mit dir zu sprechen, Gott,
mir die Worte fehlten und ich verstummen würde,
weil mir das Beste nie etwas bedeutet hatte,
wie mangelhaft blieben letztlich all meine großen Gedanken,
Worte und Reden !
Ohne dich, Gott,
bleibt der tiefste Sinn meines Lebens auf der Strecke!
(Autor unbekannt)
Ein Herzens-Gebet
Herr, wenn ich einsam bin,
schaffe in mir ein frohes Herz,
das deine Gegenwart fühlt.
Herr, wenn ich erschöpft bin,
schaffe in mir ein zuverlässiges Herz,
das mich an den Sinn des Lebens erinnert.
Wenn ich leide,
schaffe in mir ein geduldiges Herz,
das die Schwierigkeit schweigend erträgt.
Wenn ich versucht werde,
schaffe in mir ein festes Herz,
das gegen die Versuchung ankämpft
Wenn ich schuldig geworden bin,
schaffe ein in mir ein glaubendes Herz,
das deine Vergebung empfängt.
Wenn ich mit Wohlstand gesegnet bin,
schaffe in mir ein großzügiges Herz,
das deinen Gaben mit Armen teilt.
Wenn ich mit anderen zusammen bin,
schaffe in mir ein mutiges Herz,
das sich nicht scheut,
ein Zeuge des Evangeliums zu sein.
(Autor unbekannt)
Die 14 Engel
14 Englein bei mir steh´n.
2 zu meiner rechten,
2 zu meiner linken,
2 zu meinem Haupte,
2 zu meinen Füßen,
2 die mich decken,
2 die mich wecken,
2 die mich führen in das himmlische Paradies.
Amen.
(Autor unbekannt)
Schutzengelgebet
O heiliger Engel! Du bist von meiner Geburt an mein Beschützer.
Dir übergebe ich heute mein Herz; gib es meinem Heiland,
dem es allein gehören soll. Du bist mein Beschützer
im Leben. Sei auch mein Tröster im Tode!
Stärke meinen Glauben, festige meine Hoffnung, entzünde
in mir die göttliche Liebe! Erlange mir, daß mich
das vergangene Leben nicht ängstige, das gegenwärtige
nicht beunruhige, das künftige nicht erschrecke! Stärke
mich im Todeskampf, ermuntere mich zur Geduld, erhalte mich
im Frieden! Erwirke mir die Gnade, daß meine letzte
Speise das Brot der Engel sei; meine letzten Worte: Jesus,
Maria, Josef; mein letzter Atemzug ein Hauch der Liebe und
deine Gegenwart mein letzter Trost sei. Amen.
Hl. Franz von Sales
Mutter mit dem Jesuskind
Mutter mit dem Jesuskind,
Mutter du vom guten Rat,
Da wir keinen Weg mehr finden,
Zeig´ uns du den rechten Pfad!
In deine lieben Hände
Leg´ ich meine ohne Bangen,
Nimm du mich mit,
Du kennst den Weg, den ER gegangen.
Es hat ihm niemals je gebrannt
Ein Herz so wie das deine,
Und keine Liebe hat erkannt
Wie du die seine!
Und seine unermess´ne Pein
Hat niemand so empfunden,
Du trugest tief im Herzen Dein
All seine Wunden!
Du warest, Mutter, ihm zur Seit´,
Der wankend schritt in Banden,
Und hast in namenlosem Leid
Am Kreuz gestanden.
Dir legten sie ihn in den Schoß,
In Weh und bitt´rem Klagen,
Entstellt und blutig, nackt uns bloß,
Den du getragen.
Und drum in deine Hände
Leg´ ich meine ohne Bangen,
Nimm du mich mit,
Du kennst den Weg, der ER gegangen!
(Autor unbekannt)
Ein Mutterherz habe ich gefunden
Ein Mutterherz hab´ ich gefunden!
So rein und mild, so gut und treu!
Es schlägt für mich zu allen Stunden
Und täglich bitte ich aufs neu:
O Mutter, o verlaß mich nicht,
Bis mir das Aug´ im Tod einst bricht!
Erblüht an meinem Lebenswege
Ein Freudenblümlein, still und schlicht,
Dann bring´ich´s ihr, daß sie es segne,
Und bitt´ mit Kindeszuversicht:
O Mutter, o verlaß mich nicht,
Bis mir das Aug´ im Tod einst bricht!
Und quälen Kummer mich und Sorgen,
Daß ich nicht weiß, wo aus, wo ein,
Ich bin doch sicher und geborgen,
Die Mutter läßt mich nicht allein.
Die Mutter, sie verläßt mich nicht.
Bis mir das Aug´ im Tod einst bricht!
Und wird´ ich einst im Tode ringen,
Wenn niemand mir zur Seite steht,
Dann wird die Mutter Hilf´ mir bringen,
Weil kindlich ich so oft gefleht:
O Mutter, o verlaß mich nicht,
Bis mir das Aug´ im Tod einst bricht!
(Autor unbekannt)
Das Fernsehgebet
Allmächtiger Gott, du willst, daß wir die Errungenschaften
der Technik weise und verantwortungsvoll gebrauchen.
Segne alle, die für die Medien arbeiten, damit sie der
Wahrheit, der Gerechtigkeit und der wahren Freude dienen.
Uns aber hilf, im Gebrauch der Medien maßvoll und kritisch
zu bleiben, damit wir die innere Freiheit und das Wissen um
deine Gegenwart nicht verlieren.
Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn.
Amen.
(Autor unbekannt)
Gebet für die Priester
Jesus, ewiger Hoherpriester, bewahre deine Priester im Schutze
deines heiligsten Herzens. Laß sie wachsen in der -Liebe
und Treue zu Dir. Schütze sie vor der Ansteckung der
Welt. Gib ihnen mit der Wandlungskraft über Brot und
Wein auch die Wandlungskraft über die Herzen.
Segne ihre Arbeit mit reichlicher Frucht, und schenke ihnen
dereinst die Krone des ewigen Lebens.
Maria, du gute Mutter der Priester, erbitte uns heilige Priester,
heilige Ordensleute und heilige Familien.
Nimm sie alle unter Deinen besonderen Schutz. Maria, Königin
der Apostel, führe alle Berufenen zum heiligen Priestertum.
Maria, du Mutter der Seminaristen, erwirke ihnen Gnade und
Beharrlichkeit.
Maria Schmerzensmutter, führe mit gütiger Mutterhand
die verirrten Priester zum guten Hirten zurück.
Opfere dem ewigen Vater das kostbare Blut deines Sohnes auf
für die leidenden Priester im Fegfeuer, und führe
sie durch die heiligen Engel in den Himmel ein.
(Dr. Rudolf Graber)
Gebet um Berufungen
Heiliger Vater, schau auf diese unsere Menschheit, die ihre
ersten Schritte auf dem Weg des dritten Jahrtausends unternimmt.
Ihr Leben ist noch stark gezeichnet vom Hass, von der Gewalt,
von der Unterdrückung.
Doch der Hunger nach Gerechtigkeit, Wahrheit und Gnade findet
noch immer Raum im Herzen von so vielen, die auf den warten,
der das Heil bringt, das du bereitet hast durch deinen Sohn
Jesus Christus.
Es braucht mutige Verkünder des Evangeliums, selbstlose
Diener der leidenden Menschheit.
Wir bitten dich, sende deiner Kirche heilige Priester, die
dein Volk heiligen durch die Mittel deiner Gnade.
Sende zahlreiche Ordensmänner und Ordensfrauen, die deine
Heiligkeit inmitten der Welt sichtbar machen.
Sende in deinen Weinberg heilige Arbeiter, die arbeiten mit
dem Feuer der Liebe und die, getrieben vom Heiligen Geist,
das Heil Christi bringen bis an die äußersten enden
der Erde.
Amen.
(Papst Johannes Paul II.)