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Predigt, Fürbitten und Lieder zum 25. Sonntag im Jahreskreis
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1. Predigtvorschlag
Liebe Schwestern und Brüder!
"Woher kommen die Kriege bei euch, woher die Streitigkeiten?"
Diese Frage aus dem Jakobusbrief ist eine brennende Frage. Eine Frage die sich viele Menschen stellen.
Und wie das so ist, wenn eine Frage viele Menschen interessiert, wird sie wissenschaftlich angegangen.
Und so gibt es viele Gelehrte, die sich in soziologischen Studiengängen oder an eigens eingerichteten Friedensforschungsinstituten mit dieser Frage beschäftigen:
"Woher kommen die Kriege bei euch, woher die Streitigkeiten?"
Und die Wissenschaftler kommen durch breitangelegte Untersuchungen zu Ergebnissen. Sie legen offen, welche gesellschaftlichen, politischen, militärischen und wirtschaftlichen Gründe es gibt für Krieg und Gewalt.
Und die Wissenschaftler legen Problemlösungsvorschläge vor, was man gesellschaftlich, politisch, militärisch und wirtschaftlich gegen die erkannten Gründe für Krieg und Gewalt tun kann.
"Woher kommen die Kriege bei euch, woher die Streitigkeiten?"
Die Wissenschaftler und Gelehrten der Friedensforschungsinstitute, sie tragen sicherlich viel zur Beantwortung dieser Frage bei.
Nur glaube ich, daß sie zu kurz greifen. Sie untersuchen die Strukturen menschlichen Zusammenlebens und stellen einige Strukturen infrage.
Mit Recht.
Nur, ich bin fest davon überzeugt, daß Krieg, Gewalt und Streitigkeiten sich nicht im Tiefsten aus falschen Strukturen allein herleiten lassen.
Ich glaube vielmehr, daß Krieg, Gewalt und Streitigkeiten ihren tiefsten Grund im einzelnen Menschen selber haben, in seinem Inneren.
Wirklichen Frieden erhalten wir nicht dadurch, daß wir gesellschaftliche Strukturen ändern. Das zum Teil auch.
Wirklichen Frieden erhalten wir dadurch, daß wir die Menschen in diesen Strukturen ändern.
Die gesellschaftlichen Strukturen sind ja nicht aus dem Nichts entstiegen. Nein, diese Strukturen sind ja von Menschen erdacht, von Menschen ausgeführt, von Menschen mit Leben gefüllt.
Anders, persönlicher ausgedrückt: Ich muß mich ändern, nicht die Struktur!
"Woher kommen die Kriege bei euch, woher die Streitigkeiten?",
fragt der Verfasser des Jakobusbriefes.
Und er gibt auch die Antwort:
"Doch nur vom Kampf der Leidenschaften in eurem Innern."
Liebe Schwestern und Brüder!
Und in unserem Inneren rumort es ja manchmal wirklich, tobt es ja manchmal regelrecht.
"Wieso hat der das und ich nicht?"
"Was die kann, kann ich auch. Und besser!"
"Wenn ich den Posten bekäme, dann hätte ich es ihm aber gezeigt..."
Und wir sind damit in guter Gesellschaft. Die Apostel im Evangelium gerade waren auch wie wir, ganz Mensch:
Jesus fragte sie: "Worüber habt ihr unterwegs gesprochen?"
Sie schwiegen, denn sie hatten unterwegs miteinander darüber gesprochen, wer von ihnen der Größte sei.
Daß wir solche Gedanken haben, gehört zu uns Menschen. Nur wie wir mit diesen Gedanken, mit diesem Kampf der Leidenschaften in unserem Innern umgehen, das ist die Frage.
Wenn wir Menschen nach Größe und Macht streben, dann geht das nie ohne Konflikte, Streitereien, Intrigen u.s.w. ab. Wenn wir nur unsere eigenen Interessen durchsetzen wollen, dann endet das fast zwangsläufig in einem Hauen und Stechen. Das erleben wir tagtäglich, ob Zuhause, im Betrieb, in der Politik, in der Kirche...
Das ist die Folge einer menschlich-allzu menschlichen Ordnung, in der es nur um mich geht und um meine Anliegen, um mein Prestige ...
Jesus im Evangelium stellt uns einen anderen Weg vor, den Weg den er selbst gegangen ist.
"Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein."
Er selbst hat sich erniedrigt. Er, der Sohn Gottes, der Sohn des Höchsten hat sich klein gemacht: Als kleines Kind in der Krippe, als Verbrecher am Kreuz.
Er hat sich selbst zurückgenommen, damit die Botschaft seines Vaters verkündet wird. Er selbst hat sich zurückgenommen, damit er für uns das Heil erwirken konnte.
"Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein."
Für uns kann das heißen: Nimm Dich nicht so wichtig, nimm Dich zurück. Du und Deine Wünsche sind nicht alles auf dieser Welt.
Schau nach, ob Dein Wollen mit dem Willen Gottes übereinstimmt, ob Dein Wollen den anderen dient.
Überprüfe Dich, ob Du wirklich für diese Aufgabe unentbehrlich bist, ob Du nur Deine Ehre suchst, oder auch das Wohl der anderen.
"Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein."
Es geht nicht darum, daß wir Christen uns aus der Verantwortung stehlen. Es geht darum, daß wir Christen unsere Verantwortung vor Gott und den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Es geht darum, daß wir Christen nicht an uns selber kleben, an unseren Wünschen, Plänen krampfhaft festhalten.
"Woher kommen die Kriege bei euch, woher die Streitigkeiten?"
Sie kommen aus unserem Inneren, aus unseren egoistischen Festhalten unserer Ansprüche.
Wenn wir Frieden haben wollen, richtigen Frieden, dann dürfen wir nicht dabei stehen bleiben, unsere Umwelt zu beschuldigen, an den Strukturen herumzudoktern.
Wenn wir Frieden haben wollen, richtigen Frieden, dann müssen wir bei uns anfangen, uns zurücknehmen, wenn es sein muß, indem wir uns an Gott und am Wohl der anderen ausrichten.
Denn, wie steht es im Jakobusbrief:
"Wo Eifersucht und Ehrgeiz herrschen, da gibt es Unordnung und böse Taten jeder Art. Doch die Weisheit von oben ist erstens heilig, sodann friedlich, freundlich, gehorsam.
Also noch mal: "Woher kommen die Kriege bei euch, woher die Streitigkeiten?" "Doch nur vom Kampf der Leidenschaften in eurem Innern."
2. Predigtvorschlag
Liebe Schwestern und Brüder, "Woher kommen die
Kriege bei euch, woher die Streitigkeiten?" Diese Frage
aus dem Jakobusbrief ist eine brennende Frage. Eine Frage
die sich viele Menschen stellen.
Und wie das so ist, wenn eine Frage viele Menschen interessiert,
wird sie wissenschaftlich angegangen. Und so gibt es viele
Gelehrte, die sich in soziologischen Studiengängen oder
an eigens eingerichteten Friedensforschungsinstituten mit
dieser Frage beschäftigen:
Und die Wissenschaftler kommen durch breitangelegte Untersuchungen
zu Ergebnissen. Sie legen offen, welche gesellschaftlichen,
politischen, militärischen und wirtschaftlichen Gründe
es gibt für Krieg und Gewalt.
Und die Wissenschaftler legen Problemlösungsvorschläge
vor, was man gesellschaftlich, politisch, militärisch
und wirtschaftlich gegen die erkannten Gründe für
Krieg und Gewalt tun kann. Die Wissenschaftler und Gelehrten
der Friedensforschungsinstitute, sie tragen sicherlich viel
zur Beantwortung dieser Frage bei.
Nur glaube ich, dass sie zu kurz greifen. Sie untersuchen
die Strukturen menschlichen Zusammenlebens und stellen einige
Strukturen in Frage. Mit Recht.
Ich bin fest davon überzeugt, dass Krieg, Gewalt und
Streitigkeiten sich nicht im Tiefsten aus falschen Strukturen
allein herleiten lassen. Ich glaube vielmehr, dass Krieg,
Gewalt und Streitigkeiten ihren tiefsten Grund im einzelnen
Menschen selber haben, in seinem Inneren.
Wirklichen Frieden erhalten wir nicht dadurch, dass wir gesellschaftliche
Strukturen ändern. Das zum Teil auch.
Wirklichen Frieden erhalten wir dadurch, dass wir die Menschen
in diesen Strukturen ändern. Die gesellschaftlichen Strukturen
sind ja nicht aus dem Nichts entstiegen. Nein, diese Strukturen
sind ja von Menschen erdacht, von Menschen ausgeführt,
von Menschen mit Leben gefüllt.
Anders, persönlicher ausgedrückt: Ich muss mich
ändern, nicht die Struktur!
"Woher kommen die Kriege bei euch, woher die Streitigkeiten?",
fragt der Verfasser des Jakobusbriefes. Und er gibt auch die
Antwort: "Doch nur vom Kampf der Leidenschaften in eurem
Innern."
Liebe Schwestern und Brüder! Und in unserem Inneren
rumort es ja manchmal wirklich, tobt es ja manchmal regelrecht.
"Wieso hat der das und ich nicht?" - "Was die
kann, kann ich auch. Und besser!" - "Wenn ich den
Posten bekäme, dann hätte ich es ihm aber gezeigt..."
Und wir sind damit in guter Gesellschaft. Die Apostel im
Evangelium gerade waren auch wie wir, ganz Mensch: Jesus fragte
sie: "Worüber habt ihr unterwegs gesprochen?"
- Sie schwiegen, denn sie hatten unterwegs miteinander darüber
gesprochen, wer von ihnen der Größte sei."
Dass wir solche Gedanken haben, gehört zu uns Menschen.
Nur wie wir mit diesen Gedanken, mit diesem Kampf der Leidenschaften
in unserem Innern umgehen, das ist die Frage.
Wenn wir Menschen nach Größe und Macht streben,
dann geht das nie ohne Konflikte, Streitereien, Intrigen usw.
ab. Wenn wir nur unsere eigenen Interessen durchsetzen wollen,
dann endet das fast zwangsläufig in einem Hauen und Stechen.
Das erleben wir tagtäglich, ob Zuhause, im Betrieb, in
der Politik, in der Kirche...
Das ist die Folge einer menschlich-allzu menschlichen Ordnung,
in der es nur um mich geht und um meine Anliegen, um mein
Prestige ...
Jesus im Evangelium stellt uns einen anderen Weg vor, den
Weg den er selbst gegangen ist.
"Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und
der Diener aller sein."
Er selbst hat sich erniedrigt. Er, der Sohn Gottes, der Sohn
des Höchsten hat sich klein gemacht: Als kleines Kind
in der Krippe, als Verbrecher am Kreuz. Er hat sich selbst
zurückgenommen, damit die Botschaft seines Vaters verkündet
wird. Er selbst hat sich zurückgenommen, damit er für
uns das Heil erwirken konnte.
Für uns kann das heißen: Nimm Dich nicht so wichtig,
nimm Dich zurück. Du und Deine Wünsche sind nicht
alles auf dieser Welt. Schau nach, ob Dein Wollen mit dem
Willen Gottes übereinstimmt, ob Dein Wollen den anderen
dient. Überprüfe Dich, ob Du wirklich für diese
Aufgabe unentbehrlich bist, ob Du nur Deine Ehre suchst, oder
auch das Wohl der anderen.
Es geht nicht darum, dass wir Christen uns aus der Verantwortung
stehlen. Es geht darum, dass wir Christen unsere Verantwortung
vor Gott und den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Es geht
darum, dass wir Christen nicht an uns selber kleben, an unseren
Wünschen, Plänen krampfhaft festhalten.
"Woher kommen die Kriege bei euch, woher die Streitigkeiten?"
Sie kommen aus unserem Inneren, aus unseren egoistischen Festhalten
unserer Ansprüche.
Wenn wir Frieden haben wollen, richtigen Frieden, dann dürfen
wir nicht dabei stehen bleiben, unsere Umwelt zu beschuldigen,
an den Strukturen herumzudoktern.
Wenn wir Frieden haben wollen, richtigen Frieden, dann müssen
wir bei uns anfangen, uns zurücknehmen, wenn es sein
muss, indem wir uns an Gott und am Wohl der anderen ausrichten.
Denn, wie steht es im Jakobusbrief:
"Wo Eifersucht und Ehrgeiz herrschen, da gibt es Unordnung
und böse Taten jeder Art. Doch die Weisheit von oben
ist erstens heilig, sodann friedlich, freundlich, gehorsam."
Amen.
3. Predigtvorschlag
Liebe Schwestern und Brüder!
Jesus hat in seiner Belehrung der Zwölf, von der wir
im Evangelium gehört haben, die Karriereleiter in der
Kirche umgekehrt: Während die Apostel von Macht und Amt,
von Ehre und Ansehen gesprochen haben, betont Jesus: Wer der
Erste sein will, soll der Letzte und der Diener aller sein.
Das Wesen der Kirche ist das Dienen, nicht deshalb, weil wir
damit unser Gewissen beruhigen können, sondern deshalb,
weil im Dienen die Erfüllung des Menschseins liegt.
Das ist einfach zu verstehen, aber nicht immer einfach zu
leben: Wer nimmt schon gerne sein Kreuz auf sich, wer möchte
schon gerne - wie Jesus - von allen verspottet und verachtet
werden? Wer es aber einmal versucht hat, kann verstehen: Darin
liegt nicht das Unglück, sondern das Glück unseres
Glaubens.
Fernsehen, Werbung und der Zeitgeist dagegen erzählen
uns, dass wir nur glücklich werden können, wenn
wir gut aussehen, jung bleiben, erfolgreich sind, Geld haben
und Mundgeruch vermeiden. Ob sich die Apostel nun über
ihre Ämter oder aber wir über Lottoglück und
Schminke, Autos oder Handys unterhalten: Die Antwort Jesu
bleibt die Gleiche: «Er stellte ein Kind in ihre Mitte
und nahm es in die Arme. ( - ) Wer ein solches Kind um meinetwillen
aufnimmt, der nimmt mich auf.» Und wer Jesus hat, der
hat alles Glück dieser Welt.
Das mag für eine Predigt relativ wenig sein, aber das
ist tatsächlich das Geheimnis unseres Glaubens, mehr
nicht: Wer leben will, der fange an zu dienen. Viel Freude
dabei. Amen.
4. Predigtvorschlag
(Pfr. Dr. Axel Schmidt, 2006)
Liebe Gemeinde!
Schon am letzten Sonntag haben wir eine Leidensweissagung Jesu gehört;
heute hörten wir die zweite, und es folgt noch eine dritte, die uns
in einigen Sonntagen vorgelesen wird. Welch eine Tragik! Der Menschensohn,
der in diese Welt gekommen ist, um alle Menschen von ihren Krankheiten
und Leiden zu heilen (Mt 9,35), wird den Menschen ausgeliefert und
von ihnen zu Tode gebracht. Ich erinnere mich, wie ich als Kind gefragt
habe, was das für böse Menschen gewesen sind, die Jesus so grausam
gequält und getötet haben. Und meine Mutter antwortete: Das
waren nicht nur einige wenige, das waren alle Menschen auch die
heute Leben den. Natürlich habe ich das nicht wirklich verstanden,
aber ich habe es mir gemerkt. Die Frage, das mich damals beschäftigt
hat und die immer wieder aufsteigt, ist die, wa rum sich der Zorn der
Ungerechten ausgerechnet gegen den Unschuldigen richtet, ge gen den, der
nichts Böses, sondern nur Gutes getan hat. Die heutige Lesung läßt
uns ein wenig verstehen, worin das Motiv liegt: Der Gerechte ist dem Ungerechten
ein lebendiger Vorwurf,
denn er führt ein Leben, das
dem der andern nicht gleicht, und seine Wege sind grundverschieden.
(Weish 2,14-15) Die Lebensweise des Gerechten ent larvt das Unrecht der
Bösen, die ihr falsches Tun gern unter dem Mantel der Gerech tigkeit
zu verbergen trachten. Dies gilt im kleinen wie im großen Stil.
Denn keiner möchte als schlecht angesehen werden, und jeder reagiert
allergisch auf Tadel an seiner Lebensführung. Nun könnte man
einwenden: Gut, angenommen, das ist wirklich so. Aber damit ist noch nicht
die Gewalttätigkeit erklärt, die sich gegen den Gerechten entlädt.
Warum greifen die Ungerechten zu derart grausamen Mitteln, um ihren vermeintlichen
An kläger zum Schweigen zu bringen? Dazu ist zu sagen, daß
es zur Gewalttätigkeit si cher nur unter bestimmten Umständen
kommt, z.B. wenn sich ein Haufen von Menschen zusammengerottet hat, die
durch eine besondere Wut enthemmt sind. Das kann freilich sehr schnell
passieren, wenn überhaupt eine Feindschaft empfunden wird und die
Bereitschaft da ist, dem lästigen Feind zu zeigen, was eine
Harke ist. Die Men schenkenner aller Zeiten haben gewußt,
daß in jedem Menschen ein gewisses Gewalt potential vorhanden ist
und daß fast alle mit dem Strudel der Gewalttätigkeit mitgeris
sen werden, wenn sie in seine Nähe geraten. Darum wäre es töricht,
zu denken: Ich bin doch so friedliebend, mir kann so etwas nicht
passieren. Ich könnte nicht einmal einer Fliege was zuleide tun.
Nein, ich fürchte, unter Umständen ist jeder von uns
zu den schlimmsten Entgleisungen fähig. Darum kommt es entscheidend
darauf an, daß wir aus unserem Herzen alle Feind schaft verbannen.
Denn sie ist der Ansatzpunkt für jede Art von Aggression gegen den
anderen. Wer im eigenen Herzen Feindschaft zuläßt, der gehört
bereits zu den Un gerechten im Sinne des Buches der Weisheit und damit
zu denen, die potentiell den Unschuldigen und Wehrlosen unterdrücken.
Jesus hat den Zorn der Ungerechten auf sich geladen, und er wußte,
daß der Tag kommt, an dem sich dieser Zorn in Form von höchster
Gewalt entladen würde. Dar über hat er mit seinen Jüngern
gesprochen, aber sie verstanden ihn nicht, ja, wollten ihn nicht verstehen.
Sie wollten lieber Friede, Freude, Eierkuchen mit Jesus, wollten
mit Kompromissen leben so wie wir alle , wollten vor allem
ihre menschlichen Ei telkeiten pflegen, indem sie permanent darüber
nachdachten und stritten, wer von ih nen der Größte sei.
Wir müssen da ganz still sein, denn auch wir ergehen uns oft und
oft in solchen kleingeistigen Vergleichen und finden da auch nichts weiter
dran auszu setzen. Aber die Frage Jesu macht die Jünger doch betroffen:
Worüber habt ihr unterwegs ge sprochen? Jesus setzt sich,
um ihnen etwas mitzuteilen, was höchst wichtig ist für ihre
Jüngerschaft: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von
allen und der Diener aller sein. (Mk 9,35) Vor zwei Wochen habe
ich schon näher ausgeführt, daß es die dienende Lie be
ist, die Jesus seinen Jüngern und damit uns allen hier einschärft.
Sie muß das Mar kenzeichen der Kirche sein. Um diese Lehre zu unterstreichen,
stellt Jesus ein Kind in die Mitte und nimmt es in die Arme. Kaum ein
Mensch kann sich dieser Symbolik verschließen, denn ein kleines
Kind erweckt in uns den Impuls, es zu beschützen und zu umsorgen.
Jesus sagt: Jeder Mensch soll in uns diesen Impuls erwecken, wir sollen
jeden Menschen annehmen, respektieren und in unsere Fürsorge aufnehmen.
Das wäre das Gegenteil von der Feindschaft, die leider unsere Welt
bestimmt und das Leben so unerträglich macht. Wir können und
dürfen nicht warten, bis andere damit anfangen, diese Lehre Jesu
um zusetzen. Es haben im übrigen schon viele damit angefangen, aber
wir haben es noch gar nicht wahrgenommen, weil wir zu sehr mit uns selbst
beschäftigt waren, mit unse rer Eitelkeit, und weil wir dem anderen
so gern Böses unterstellen, wodurch doch nur unser eigenes böses
Denken zum Ausdruck kommt. Wir müssen selbst anfangen, unser Herz
von Aversionen zu befreien und es mit Liebe anzufüllen.
Fürbitten
Gott, Vater und Herr dieser Welt, Du hast uns nicht ins Leben
gerufen, damit wir achtlos aneinander vorüber gehen.
Du hast uns für einander und für Dich geschaffen.
Darum bitten wir:
-
Lehre uns, Diener der Menschen zu werden; und gib uns
die Gnade, uns am Dienst zu freuen.
-
Zeige uns, wo wir am meisten gebraucht werden; ermutige
Menschen, uns um Hilfe zu bitten.
-
Gib uns genügend Selbstvertrauen, auch unsere eigenen
Grenzen zu sehen; lass uns erkennen, dass es ein Zeichen
von Liebe ist, andere um ihre Hilfe zu bitten.
-
Überwinde selbstgemachte Grenzen und Mauern zwischen
den Menschen; lass uns untereinander verbunden sein, indem
jeder jedem dient.
-
Belohne alle Menschen, die ihren Dienst hier auf Erden
beendet haben und die zu Dir heimgekehrt sind; lass ihre
Freude nun vollkommen sein. (Wir feiern diesen Gottesdienst...)
Herr, sei Du unsere Freude und unser Vorbild, unsere Kraft
und unser Ziel, jetzt, und in Ewigkeit. Amen.
Liedvorschläge (GL Bistum Münster)
Einzug: 621, 1 + 2
Kyrie: sprechen
Gloria: 464
2. Lesung: Jak 3, 16-4,3
Zwischengesang: 614, 2 + 3
Evangelium: Mk 9, 30-37
Credo: 983
Gabenbereitung: 642
Sanctus: 491
Agnus Dei: 492
n.d.Kommunion: 621, 3
Schluss: 560, 1 + 3