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Predigt, Fürbitten und Liedvorschläge zum Fest Taufe des Herrn
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1. Predigtvorschlag
von Pfarrer Klaus Klein-Schmeink - 13.01.08
Zur Weihnachten steht das Kind Jesus sozusagen im Mittelpunkt. Am letzten
Tag der Weihnachtszeit öffnet sich unser Blick auf den hin, der Jesus
seine Sohn gesandt hat: auf Gottvater.
Einige haben in der Kirchengeschichte ein Bild vom Vatergott entworfen, das
mehr dem Bild eines Tyrannen ähnelt. Da wird Gott zu einem Vater, der
nur darauf aus ist, seine Kinder für ihre Fehler und Sünden zu bestrafen,
der Katastrophen, Epidemien und Gewalt über die böse Welt ausschüttet.
Gottvater ist aber kein Tyrann.
Andere haben aus dem barmherzigen Vater so eine Art lieben Onkel gemacht.
Schon fast treudoof vergibt dieser Vater allen alles, weil er ja ach so gut
und so lieb ist. Warum sich dann noch um Gebote kümmern, warum sich dann
noch etwas von der Kirche sagen lassen?
Gottvater ist auch kein lieber Onkel.
Liebe Schwestern und Brüder.
Bei der Taufe Jesu sagt der Vater:
Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.
Der Vater liebt den Sohn.
Jemanden lieben - das hat nichts mit dem zu tun, was uns Herz-und-Schmerz-Serien
im Fernsehen suggerieren wollen.
Jemanden lieben - Das heißt wollen, daß jemand ist.
„Ich liebe dich!“ heißt: „Ich will, daß du bist,
daß du mit mir bist. Ich will dich, so wie du bist. Mit all den guten
und weniger guten Seiten an dir. Mit all den Möglichkeiten und Grenzen,
die du hast.“
Der Vater liebt seinen menschgewordenen Sohn. Und in seinem Sohn liebt er
uns.
Bei unserer Taufe hat er zu jedem, zu jeder von uns gesagt: „Du bist
mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter.“
Er liebt uns so, wie wir eben sind, ganz menschlich. Vor Gott dürfen
wir wirklich die sein, die wir sind: Menschen, mit all den guten und schlechten
Seiten, mit unseren Möglichkeiten und Grenzen.
Jesus selbst stellte sich damals in die Reihe derer, die auf die Taufe des
Johannes warteten. Diese Taufe war eine Taufe der Umkehr. Die, die sich taufen
ließen, bekannten, daß sie Sünder waren. Jesus stellte sich
damals also in die Reihe der Sünder.
Er selbst war kein Sünder. Aber er hat uns damit gezeigt, daß sein
Vater auf unserer Seite steht.
Das heißt nicht, daß Gott die Sünde will. Nein, er verabscheut
die Sünde. Aber er liebt die Sünder.
Er ist eben nicht Tyrann, eben nicht ein lieber Onkel.
Er ist ein erbitterter Feind der Sünde und ein wahrer Freund der Sünder.
Eben davon spricht das Sakrament der Taufe.
Die Taufe schenkt uns neues Leben, weil sie uns von der Sünde und vom
Tod befreit. In der Taufe wird uns die Schuld vergeben und wir werden von
der Erbsünde befreit.
Das Wort Erbsünde ist aus der Mode gekommen. Viele wissen nichts mehr
damit anzufangen. Sünde kann man doch nicht vererben.
Ich erkläre diese Realität gerne mit einer Apfelkiste.
Stellen sie sich mal eine Kiste auf dem Markt vor. Voll mit den schönsten
und saftigsten Äpfeln. Wunderschön grün und frisch.
Da kommt jemand und legt einen Apfel, mit einer kleinen faulen Stelle unten
links in die Kiste.
Wenn nichts geschieht, wird bald die ganze Kiste nur noch voll fauler Äpfel
sein. Obwohl der kleine faule Apfel nicht mit allen Äpfeln in der Kiste
in Berührung kam, nur mit eins, zwei vielleicht, hat er die ganze Kiste
sozusagen vergiftet. Nur wenn man die anderen Äpfel gut schützt,
quasi imprägniert, bleiben sie resistent.
Diese faulige Atmosphäre ist sozusagen ein Bild für die Erbsünde.
Seit dem ersten Mal, dass sich ein Mensch gegen Gott entschieden hat, ist
in dieser Welt der Wurm drin. Schauen wir uns nur um in dieser Welt. Und in
diese faulige Atmosphäre werden wir hineingeboren, obwohl wir doch eigentlich
nichts dafür können. Erst recht nicht die kleinen Kinder.
Und wir würden darin untergehen, gäbe es nicht die Taufe. Sie ist
– wenn man so will – eine Imprägnierung gegen die moderige,
zum Tode neigende Atmosphäre der Sünde in und um uns. Die Beichte
erneuert diesen Schutz, wenn er aus eigener Schuld leck geschlagen ist. Und
wieder hört der Getaufte dann die tröstenden Worte Gottvaters: „Du
bist mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter.“
Schwestern und Brüder,
Gregor von Nazianz schrieb einmal ein Loblied auf die Taufe:
„Die Taufe ist die schönste und herrlichste der Gaben Gottes ...
Wir nennen sie Gabe, Gnade, Salbung, Erleuchtung, Gewand der Unverweslichkeit,
Bad der Wiedergeburt, Siegel, und nach allem, was besonders wertvoll ist.
Gabe, denn sie wird solchen verliehen, die nichts mitbringen; Gnade, denn
sie wird sogar Schuldigen gespendet;
Taufe, denn die Sünde wird im Wasser begraben;
Salbung, denn sie ist heilig und königlich (wie die, die gesalbt werden);
Erleuchtung, denn sie ist strahlendes Licht;
Gewand, denn sie bedeckt unsere Schande;
Bad, denn sie wäscht;
Siegel, denn sie behütet uns und ist das Zeichen der Herrschaft Gottes“
Der Getaufte ist damit hoffnungsfroher Realist:
Wer sich von diesem Sakrament beschenkt weiß, weiß ganz klar:
„Sünde und Schuld gehören zu meinem Leben, zu dieser Welt
unausweichlich dazu. All dem kann ich nicht enfliehen. Ich spüre es in
mir und um mich herum.“
Er weiß aber auch mit dieser Realität umzugehen.
Er wird nicht versuchen, seine Schuld zu verdrängen.
Er wird sich nicht so leicht von der Traurigkeit über die eigene Sündhaftigkeit
lähmen lassen. Oder blauäugig meinen, der Mensch macht schon alles
gut, wie viele aus der Aufklärung entstandenen Ideologien.
Die Sünde verdrängen - sich von ihr lähmen lassen: Möglicherweise
ist das häufiger der Grund, warum Menschen die Couch des Psychiaters
aufsuchen.
„Du bist mein geliebter Sohn. Du bist meine geliebte Tochter.“
Das ist die Botschaft, die uns zu Schwestern und Brüdern, zur übernatürlichen
Familie der Kirche macht.
„Du bist mein geliebter Sohn. Du bist meine geliebte Tochter.“
Das ist die Botschaft des heutigen Festes, das die liturgische Weihnachtszeit
beendet.
Auf seine Weise faßt Dietrich Bonhoeffer diese Botschaft zusammen:
Der Menschgewordene ist das unergründliche Geheimnis der Liebe Gottes
zu Welt. Gott liebt den Menschen. Gott liebt die Welt. Nicht einen Idealmenschen,
sondern den Menschen, wie er ist; nicht eine Idealwelt, sondern die wirkliche
Welt. ... Gott tritt auf die Seite des wirklichen Menschen und der wirklichen
Welt gegen alle ihre Verkläger.“
2. Predigtvorschlag
(Pfr. Dr. Axel Schmidt, 2008)
Liebe Gemeinde!
Petrus steht heute im Mittelpunkt der Lesung aus der Apostelgeschichte.
Er ist soeben in das Haus des römischen Hauptmanns Kornelius aus
dem palästinensischen Caesarea eingekehrt und hat erfahren, dass
Gott auch die Heiden mit der Gabe des Heiligen Geistes beschenken will
was für einen Juden schwer vorstellbar war.
Darum ruft Petrus aus: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott
nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen
ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist. (Apg 10,34f)
Und dann fasst er in knappen Worten das Evangelium zusammen: Ihr
wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa,
nach der Taufe, die Johannes verkündet hat: wie Gott Jesus von Nazaret
gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog,
Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott
war mit ihm. (Apg 10,37f) Petrus lässt das Evangelium
mit der Taufe Jesu durch den Täufer Johannes beginnen. In der Tat
bei diesem Ereignis öffnete sich der Himmel: Gott wendet sich
den Menschen wieder freundlich zu, indem er Jesus mit dem Heiligen Geist
und mit Kraft salbt (wie es heißt). Das äußerlich
sichtbare Zeichen ist die Abwaschung mit dem Jordanwasser, innerlich geschieht
etwas, das die Bibel mit einer Salbung vergleicht, also mit der Auftragung
einer Substanz, die sofort unter die Haut eindringt und ihre heilende
und stärkende Wirkung entfaltet. Der so Gesalbte der Christus/
Messias hört innerlich die Stimme des Vaters im Himmel: Du
bist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe. (Mt
3,17)
Mit diesem Akt beginnt in der Tat die Erlösung der Menschheit. Nicht
Jesus wird erlöst, er ist ja bereits der geliebte Sohn des Vaters,
die Menschen dürfen nun hoffen, in Jesus ihren Erlöser gefunden
zu haben. Und zwar nicht nur die Juden, sondern alle Menschen aller Völker
und aller Zeiten.
Doch das mussten die Apostel erst einmal kapieren. Petrus musste eine
ganze Zeit vom Geist Gottes bearbeitet werden, bis er sich überhaupt
in das Haus des heidnischen Hauptmann begab. Für Juden war es nämlich
ein unreiner Ort, den man nicht betreten durfte. Die Heidenmission begann
also erst, als Petrus den Kornelius und seine Familie taufte. Das Evangelium
ging von nun an von den Juden zu den Heiden, von Jerusalem nach Rom.
Wir wissen, dass sich nicht alle Heiden darüber so freuten wie der
römische Hauptmann Kornelius. Einige reagierten mit Unverstand, andere
mit Widerstand und Verfolgungen. Es gab abwartendes und spöttisches
Interesse, und es gab religiöse Aufgeschlossenheit.
Wie steht es mit den Menschen heute, die ungetauft sind? Sind sie mit
den Heiden damals vergleichbar? Die bloße Tatsache, dass sie nicht
getauft sind, macht sie noch nicht zu Heiden. Ein Heide ist ein Mensch,
der vorchristlichen Göttervorstellungen anhängt, der versucht,
die Macht der Götter durch gewisse Gegenleistungen zu sichern; diese
sind teils magischer, teils moralischer Art. Er stellt sich die jeweilige
Gottheit nicht als ein moralisches oder gar liebendes Wesen vor, sondern
als eine höhere Macht, die man allerdings durch bestimmte Verehrungsformen
gnädig stimmen kann. Solche Heiden gibt es in der modernen
westlichen Welt fast gar nicht mehr. Die heutigen Ungläubigen sind
keine Heiden, sondern sie sind religiös unmusikalisch,
wie Habermas es in einem Gespräch mit Kardinal Ratzinger formuliert
hat. Wären sie doch nur richtige Heiden! Dann könnte die christliche
Verkündigung sie überraschen und zum Nachdenken bringen. Denn
dem Heiden gegenüber ist das Evangelium wirklich genau das, was der
Name besagt: Frohe Botschaft. Es sagt: Gott ist ein Gott der Liebe! Er
interessiert sich für dich! Er will nicht dein äußerliches
Opfer, sondern er will dich zum Freund haben. Er wartet nicht, bis du
dies und das geleistet hast, sondern er geht dir entgegen, ja, er trägt
sogar deine Sünden an deiner Stelle.
Der moderne ungläubige oder religiös unmusikalische Mensch
kennt diese Antwort des Christentums. Er hat sie zur Kenntnis genommen
und aufgeteilt; die eine Hälfte hat er behalten, die andere vergessen.
Behalten hat er den Teil des Evangeliums, das ihm sagt: Du, Mensch,
bist unendlich wichtig. Vergessen hat er den Teil, in dem es heißt:
Du sollst Gott fürchten und tun, was recht ist! (Vgl.
Apg 10,35) Vergessen hat er also gerade den Teil, der für die Heiden
selbstverständlich war.
Was ist an die Stelle dieser Überzeugung getreten, an die sich Heiden
wie Christen über Jahrhunderte erinnert haben? Der Glaube an den
Fortschritt von Wissen und technischer Macht! Dieser Glaube macht den
Menschen religiös unmusikalisch, denn er ist selbst eine Ersatzreligion.
Alles, was die Religion dem Menschen verheißt, soll sich der Mensch
selber verschaffen können: durch Wissenschaft, Technik und Fortschritt.
Diese Ersatzreligion ist freilich schon seit längerem ins Wanken
geraten. Statt Segnungen bringt der technische Fortschritt vielerorts
nur Probleme, Rückschläge und sogar Katastrophen. Auch
politisch und wirtschaftlich können wir feststellen, dass die von
Gott losgelöste Vernunft die Menschheit keineswegs weitergebracht
hat. Sie hat lediglich die Macht einiger weniger gestärkt
auf Kosten der großen Mehrheit.
Darum ist es nur eine Frage der Zeit, dass die Menschen aufwachen aus
diesem Wahn, sich selber erlösen zu können, der immer mehr zum
Alptraum wird. Der Philosoph Habermas hat dies erkannt; einstweilen leidet
er noch unter seiner fehlenden religiösen Musikalität. Wie damals
Petrus hat Kardinal Ratzinger sich nicht gescheut, mit dem Ungläubigen
zu reden.
Gott ist geduldig, er kann warten. Er sendet seinen Geist, wohin es ihm
gefällt. Für alle Zeiten bleibt bestehen, was wir in der Lesung
gehört haben: Für Gott ist in jedem Volk willkommen, wer
ihn fürchtet und tut, was recht ist. (Apg 10,35)
3. Predigtvorschlag
Taufe des Herrn
Der Weg der Kirche kann kein anderer sein als der Weg des
Herrn
Wohin geht die Kirche? Wie sieht ihre Zukunft aus? Wie geht
es mit den Gemeinden weiter?
Fragen über Fragen, mit denen sich Gremien und Räte,
Kreise und Foren befassen.
Wohin geht die Kirche? Die Antwort darauf - sie ist im Grunde
ganz einfach. Sie ist ein-fach, weil es im Grunde nur eine Antwort
geben kann:
Die Kirche geht dorthin, wohin Jesus geht.
Die Kirche kann gar nicht anders, als den Spuren Jesu zu folgen.
Denn die Kirche ist von Jesus abhängig wie - entschuldigen
Sie den Vergleich - wie ein Wassereimer von seinem Brunnen.
Ohne Brunnen nützt der Eimer auch nicht mehr viel. Er kann
höchstens in eine Ecke gestellt werden und sammelt den
Abfall.
Ohne den lebendigen Brunnen Jesus Christus kann die Kirche höchstens
noch dazu gut sein, den Abfall der Geschichte einzusammeln.
Das ist aber nicht Sinn und Zweck der Kirche.
Sinn und Zweck der Kirche ist es, verbunden mit der lebendigen
Quelle Jesus Christus zu sein und den Menschen aus dieser und
keiner anderen Quelle lebendiges Wasser anzubieten - Wasser,
das reinigt, belebt und stärkt.
Es kommt also darauf an, mit Christus verbunden zu bleiben.
Noch einmal also die Frage: Wohin geht die Kirche? Wohin führt
ihr Weg, wenn sie den Weg mit Jesus geht?
Auch die Antwort darauf ist im Grunde einfach.
Sie findet sich im heutigen Fest, das wir feiern: Taufe des
Herrn.
In diesem Geschehen wird uns offenbart, was der Weg ist, den
Jesus gehen will.
Und damit auch, was der Weg ist, den wir als Kirche mit ihm
gehen.
Wenn wir jetzt das Heilige Jahr gefeiert haben, das gestern
mit der Schließung der Heiligen Pforte offiziell beendet
wurde - dann machen wir uns - hoffentlich immer wieder - eines
bewußt:
Der Weg, den Jesus geht, ist geführt vom Heiligen Geist.
Lukas betont das in seinem Evangelium immer wieder.
Genauso müssen auch wir als Kirche uns führen lassen
vom Heiligen Geist.
Einen anderen Weg gibt es nicht.
Jeder andere Weg führt in die Irre.
Der Weg, den Jesus geht, hat drei Stationen. Er führt:
-
in die Wüste;
-
ins heidnische Galiläa;
-
nach Jerusalem.
Damit sind die entscheidenden Stationen genannt, die auch
heute für die Kirche gelten.
Zuerst geht Jesus in die Wüste. Dort läßt
er sich von Johannes die Bußtaufe geben. Jesus reiht sich
ein in die Menge der Sünder. Er hört sich die Bußpredigt
am Jordan an. Der Heilige Geist kommt auf ihn herab und bestätigt
seine Sendung und seine Sohnschaft.
Dann geht Jesus in die Wüste und beginnt dort sein vierzigtägiges
Fasten. So bereitet er sich auf seine Wirksamkeit in der Öffentlichkeit
vor. Obwohl er schon 30 Jahre lang im Verborgenen gelebt und
seine göttliche Sendung zurückgehalten hat, tut er
es.
Bevor die Kirche hingeht zu den Menschen, ihnen den Glauben
verkündet, ihnen die Sakramente spendet, ihnen in ihren
Nöten hilft, mit ihnen Gottesdienst feiert oder irgendetwas
anderes tut im Namen des Herrn, muss sie buchstäblich in
die Wüste gehen und Einkehr halten. Die Verantwortlichen
in der Kirche, seien es Priester, Religionslehrer, Katecheten,
Referenten oder Mitglieder der Gremien, können fruchtbar
nur arbeiten und handeln, können überzeugend und gewinnend
nur reden und argumentieren, wenn sie selber immer wieder die
Stille, das Gebet, die lebendige Gemeinschaft mit dem lebendigen
Gott suchen. Alle Worte und Zeichen werden kraftlos, dürr
und matt, wenn sie nicht immer wieder von neuem gestützt
und gehalten sind durch das lebendige Beispiel derer, die dazu
berufen sind.
Und die Kirche muss auch von Zeit zu Zeit erfahren, dass sie
durch die Wüste geht, das heißt, dass
sie in der Angefochtenheit unterwegs ist, dass sie wandert ohne
irdische Sicherheiten, mit nichts anderem in ihrem Gepäck
als mit der Zusage Jesu: Seht, ich bin bei euch alle Tage
bis zur Vollendung der Welt (Mt 28,20).
-
Die Wüste: Ort, wohin der Geist Jesus (Lk 4,1) und
die Kirche führt.
Danach beginnt Jesus seine Tätigkeit in Galiläa.
Dort ist er aufgewachsen, dort ist seine Heimat.
Doch was war das für ein Land, dieses Galiläa?
Ein Land, in dem es nicht nur fromme Menschen gab, sondern
auch Unfromme und Frömmler, und Heiden ... Menschen
ganz verschiedener Ausrichtung und Prägung. Es gab
kein einheitliches Milieu. So war seine Sendung für
Jesus beileibe kein Zuckerschlecken. Und so verwundert es
auch nicht, dass nach anfänglicher Begeisterung für
Jesus seine Landsleute ihn ablehnen und verwerfen (Lk 4,16-30).
Er eckt bei ihnen an. Sie wollen ihn loswerden.
Auch die Kirche heute muss den Weg ins heidnische
Galiläa (Mt 4,15) suchen.
Das heidnische Galiläa sind heute Städte
wie Frankfurt am Main, wo im Jahre 1995 gerade noch 7 %
der Kinder getauft wurden.
-
Das heidnische Galiläa finden wir in unseren
Schulen und Gerichtsräumen, die das Kreuz, das Zeichen
unserer Erlösung und unserer christlich geprägten
Kultur, abgehängt haben.
Das heidnische Galiläa finden wir in unseren
eigenen Pfarrgemeinden, wenn in den Familien nicht mehr
gebetet wird und wo das Fernsehen an die Stelle von Gottesdienst,
Gebet und Gespräch getreten ist.
Ins heidnische Galiläa hat sich damals Jesus nicht
gescheut zu gehen; ins heidnische Galiläa zu gehen,
ist auch heute Auftrag der Kirche. Wie Jesus damals findet
die Kirche auch heute dort Kranke (Lk 4,40) und von der
Last ihres Lebens gelähmte (vgl. Lk 5,17-26); wie Jesus
damals beim Hauptmann von Kafarnaum (Lk 7,2-10) findet die
Kirche auch heute Glauben und Vertrauen dort, wo man es
nicht vermutet hätte. - Und wie Jesus damals Menschen
berief, die ihm nachfolgten, muss es auch heute in der Kirche
Menschen geben, die ihre Netze liegenlassen und dem nachfolgen,
der sie ruft (vgl. Lk 5,1-11).
-
Und schließlich geht Jesus in die Stadt Jerusalem.
Dort will er seine Sendung vollenden: das Haus seines Vaters
wieder zu einer Stätte des Gebetes zu machen (vgl.
Lk 19,45-46). Jesus weiß, dass er in Jerusalem sterben
wird, um das neue Volk Gottes zu sammeln (vgl. Lk 13,34-35).
Er weiß auch, dass sein Tod nicht das Ende, sondern
Durchgang zur Auferstehung sein wird (vgl. Lk 23,43). Darum
ist Jerusalem der Ort, wo er mit den Jüngern das Letzte
Abendmahl feiert, das Vermächtnis der Liebe, das im
Reich Gottes seine Erfüllung finden wird (Lk 22,16.18).
Die Kirche bleibt ihrer Sendung nicht treu, wenn sie Anerkennung
und Beifall sucht. Die Kirche bleibt ihrer Sendung treu, wenn
sie den Weg Jesu mitgeht. Sie bleibt ihrer Sendung treu, wenn
sie bei Jesus bleibt, um mit ihm zu sterben und aufzuerstehen.
So, wie wir es im Advent in dem tiefsinnigen Lied Es kommt
ein Schiff geladen gesungen haben:
Und wer dies Kind mit Freuden umfangen, küssen
will,
muss vorher mit ihm leiden groß Pein und Marter viel,
danach mit ihm auch sterben und geistlich auferstehn,
das ewig Leben erben, wie an ihm ist geschehn (GL 114,
5-6).
4. Predigtvorschlag
(Pfr. Dr. Axel Schmidt, 2006)
Liebe Gemeinde!
Denn verschlossen war das Tor, bis der Heiland trat hervor...
so singen wir in einem bekannten Adventslied. Vor zwei Wochen haben
wir dieses Neugeöffnet-werden des Himmels gefeiert, die Engel haben
es verkündet: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf
Erden den Menschen seiner Gnade!
Das war damals in der heiligen Weihnacht nur wenigen Menschen offenbar
geworden. 30 Jahre später sollte es die Öffentlichkeit erfahren,
nämlich bei der Taufe Jesu im Jordan. Damals öffnete sich der
Himmel wir haben es gerade gehört und für alle
vernehmbar erscholl die Stimme Gottes: Du bist mein geliebter Sohn,
an dir habe ich Gefallen gefunden.
Doch warum bezeugt Gott seinen Auserwählten, Jesus, gerade bei der
Taufe im Jordan? Wozu hat sich Jesus überhaupt taufen lassen? Und
warum machen wir sogar ein Fest davon? Das sind Fragen, die sich
stellen können.
Das Wort Taufe ist uns geläufig. Wir taufen Kinder und Erwachsene,
damit sie von Sünden gereinigt, von Gott geheiligt werden und so
zu Kindern Gottes werden. Aber Jesus hatte das alles gar nicht nötig,
im Gegenteil: er ist es doch, durch den es erst die christliche Taufe
gibt, er hat uns doch erst den Weg zu Gott erschlossen. Warum also läßt
er sich von Johannes taufen?
Die Taufe des Johannes war etwas anderes als unsere Taufe. Sie war ein
Zeichen der Umkehr, eine Bitte an Gott um Vergebung der Sünden
ein Vor-Zeichen auf die christliche Taufe. Die Menschen, die zu Johannes
kamen, bekannten sich als Sünder und wollten Buße tun. In diese
Schar nun hat sich Jesus eingereiht nicht weil er selber Sünder
war, sondern weil er sich uns Menschen in allem gleichmachen wollte. Das
Geheimnis von Weihnachten spiegelt sich in dieser Begebenheit: So ist
Gott: er kommt nicht in seiner Allmacht, sondern in der Ohnmacht eines
kleinen Kindes und in der Demut eines Buße tuenden Menschen. Durch
den Empfang der Bußtaufe bringt Jesus zum Ausdruck, daß er
sich nicht über die Menschen stellt. Er schaut nicht vom hohen moralischen
Roß auf die Schuld der Menschen herunter so wie wir es gerne
tun, wenn wir meinen, wir hätten alles richtig gemacht, nur die anderen
seien die Bösen. Obwohl Jesus allen Grund hätte, die Schuldigen
anzuklagen, denn er ist der einzige, der ohne Sünde ist (vgl. Joh
8,7), tut er es nicht, sondern begibt sich in Solidarität mit uns
sündigen Menschen. Er will nicht dadurch groß sein, daß
er andere kleinmacht und niederdrückt.
Und da öffnet sich der Himmel! Vorher war er verschlossen, wir hatten
keinen Zugang zu Gott aber jetzt ist der Zugang geöffnet,
weil Jesus sich auf unsere Seite gestellt hat. Kann das wahr sein? Gott
auf meiner Seite? Der heilige Gott zusammen mit dem Schmutz meiner Sünden?
Müssen wir nicht sagen: Herr, ich bin nicht würdig, daß
du eingehst unter mein Dach, daß du mein Haus betrittst, an meiner
Seite stehst? Ja, sicher, so müssen wir sagen, aber dennoch
kommt Christus zu uns, ja, er nimmt alle Schuld der Welt auf sich und
trägt sie hinweg, hinauf an das Kreuz; er ist das wahre Lamm, das
die Sünde der Welt hinwegnimmt. Hier vollzieht sich wahrhaft, wovon
die Weihnachtsliturgie singt: Denn einen wunderbaren Tausch hast
du vollzogen: Dein göttliches Wort wurde ein sterblicher Mensch,
und wir sterbliche Menschen empfangen in Christus dein göttliches
Leben.
Rückblickend kommt der erste Johannesbrief auf dieses Geheimnis
zu sprechen und deutet es als Sieg über die Mächte der Finsternis.
Wer sonst besiegt die Welt, außer dem, der glaubt, daß
Jesus der Sohn Gottes ist? Dieser ist es, der durch Wasser und Blut gekommen
ist: Jesus Christus. Er ist nicht nur im Wasser gekommen, sondern im Wasser
und im Blut. Und der Geist ist es, der Zeugnis ablegt; denn der Geist
ist die Wahrheit. (1 Joh 5,4f) Wasser und Blut, die Taufe im Jordan
und der Tod am Kreuz, sind die entscheidenden Heilsereignisse. Seitdem
ist der Kreislauf des Bösen durchbrochen, seitdem gilt nicht mehr
Auge um Auge, Zahn um Zahn (Lev 24,20). Vielmehr hat die Liebe
gesiegt, und niemand muß sich an seine Fehler und Vergehen festgenagelt
fühlen.
Die Taufe Jesu zeigt was es heißt: Gott ist die Liebe. Schauen
wir nur auf uns und unsere kläglichen Versuche zu lieben und unser
tägliches Scheitern dann wird uns bewußt, welches Format
die Liebe Gottes hat. Wie gehen wir denn mit der Schuld unseres Nächsten
um? Wie schwer tun wir uns mit dem Schritt zur Versöhnung, wie schwer
fällt es uns, wirklich zu vergessen und zu vergeben und allen Groll
zu begraben!
Von dieser Frage her können wir vielleicht ermessen, was der Schritt
Jesu ins Wasser des Jordan für ihn bedeutet haben muß: Als
der Sohn Gottes kannte er die ganze Sündenlast der Menschheit. Jede
einzelne Sünde, auch die kleinste, trifft Gott ins Herz. Und doch
kennt Gott keinen Groll, er steigt vielmehr zu uns hinab und bietet uns
neu seine Freundschaft an. Um den Himmel wieder für uns zu öffnen,
lädt Christus die Sündenflut der Menschen auf sich. Gott zerreißt
die himmlischen Akten über unsere Verfehlungen, wenn wir uns für
seine Barmherzigkeit öffnen indem wir uns taufen lassen und
unserer Taufe entsprechend leben.
5. Predigtvorschlag
(Pfr. Dr. Axel Schmidt, 2005)
Liebe Gemeinde!
In diesen Tagen können uns trübe Gedanken kommen. Die täglichen
Bilder von der Flutkatastrophe erschüttern uns, sie lähmen uns
aber auch. Das Unglück ist zu massiv, zu gewaltig, so daß selbst
die unglaubliche Spendenflut wie ein Tropfen auf dem heißen Stein
anmutet. Trübsal kann aber auch aus anderen Quellen entspringen,
z.B. aus der Monotonie des Alltags, aus Erfolglosigkeit oder aus dem Bewußtsein
der Vergänglichkeit. Nach der festlichen Stimmung der Weihnachtstage
kann nun Bitternis unser Herz befallen. Nicht nur draußen ist es
düster, auch da drinnen: Alles grau in grau, ohne Leben, ohne Richtung,
ohne Sinn. Wohin geht die Fahrt meines Lebens? Ist es nicht voller
Zwänge, voller Abhängigkeiten, voller Grenzen ständig
durchkreuzt vom Willen anderer, von den Vorstellungen anderer, von Vorschriften,
Konventionen, auch von meinen eigenen Grenzen und Schwächen und schließlich
von dem anonymen, überall herrschenden Man: Man
muß, das tut man nicht...? Bin ich überhaupt noch Herr
meines Lebens, oder bin ich nicht vielmehr eine Marionette, einer, der
bloß funktioniert, eine Rolle spielt, aber sonst keine Rolle spielt?
Die Melancholie ist die Kehrseite der modernen Verherrlichung des Schönen,
Starken, Erfolgreichen, denn so wird das bloß Durchschnittliche
abgewertet. Nur wenige in dieser Welt scheinen auserwählt zu sein,
um sie dreht sich alles; der Rest lebt in dumpfer Bedeutungslosigkeit
dahin. Da tut es gut, die Kontrast-Botschaft zu hören, die
alte und doch stets neue Botschaft von Gott, der ganz anderen Maßstäbe
setzt und für den jeder Mensch unendlich wichtig ist. Was tut dieser
Gott? Nach der Prophezeiung des Propheten Jesaja erwählt sich Gott
einen Knecht, auf den er seinen Geist legt, damit er den Völkern
das Recht bringt. (Jes 42,1) Er wird blinde Augen öffnen, Gefangene
aus dem Kerker holen und alle, die im Dunkeln sitzen, aus ihrer Haft befreien.
(V.7) Von den Augen des Herzens, die getrübt oder blind sein können,
habe ich am letzten Sonntag gesprochen. Mit einem Schlag wären wir
aus der lähmenden Trübsal befreit, wenn der angekündigte
Knecht Gottes unsere Herzensblindheit heilen würde, oder besser gesagt:
wenn wir ihn an uns heranließen. Hören wir weiter zu, wie der
vom Geist Gottes erfüllte Messias charakterisiert wird: Das
geknickte Rohr zerbricht er nicht, und den glimmenden Docht löscht
er nicht aus. (V. 3)
Das ist so richtig für unsere Zeit gesagt, für das Empfinden
des modernen Menschen, sei er Christ oder sei er ohne Glauben. Ein wenig
salopp formuliert: Unsere Welt ist voll von geknickten Rohren und glimmenden
Dochten. Nur ganz wenige ragen heraus wie edle Türme, die weithin
leuchten, Licht und Wärme verbreiten. Auch wenn Jesus an anderer
Stelle sagt: Ihr seid das Licht der Welt, euer Licht soll vor den
Menschen leuchten (Mt 5,14), dann geht er doch an dem glimmenden
Docht nicht vorbei, dessen Licht fast völlig verloschen ist. Das
sehen wir an der tiefsinnigen Zeichenhandlung, von der das heutige Evangelium
berichtet, an der Taufe Jesu im Jordan. Nicht nur, daß Jesus damit
jedem Schriftkundigen deutlich macht, daß er der angekündigte
Gottesknecht ist, auf den der Geist Gottes wie eine Taube herabkommt und
an dem der himmlische Vater Gefallen hat (Mt 3,17)! Sondern vor allem,
daß er sich damit in die Reihe der Sünder einreiht, sich ganz
auf die Seite derer stellt, die durch eigene Unvollkommenheit und Schuld
makelbehaftet und entstellt sind wie ein geknicktes Rohr und ein
glimmender Docht.
Es dürfte klar sein, daß damit etwas unerhört Neues in
die Welt gekommen ist in die damalige Welt, aber auch in die heutige.
Denn die Welt neigt jederzeit dazu, das Kleine und Schwache zu verachten
und das Heil durch eigene Anstrengung herbeiführen zu wollen. Vor
diesem Hintergrund ist die christliche Botschaft immer etwas Neues. Und
darum ist sie auch in einzigartiger Weise in der Lage, uns Mut zu einem
Neuanfang zu machen, immer wieder, also auch heute.
Neuanfang ist nichts Bombastisches, das es nur selten gibt. Wenn es so
wäre, dann müßten wir davor zurückschrecken, unser
Leben neu zu ordnen. Um das Bild wieder aufzunehmen: Wer sich als glimmender
Docht fühlt, wird sich schwerlich vornehmen, von nun an wie eine
Osterkerze zu leuchten. Neuanfang bedeutet, das eigene Leben wie auch
das der Mitmenschen mit neuen Augen zu sehen und Christus, den Bringer
des Rechts, bewußt ins Leben einzulassen. Was das konkret bedeutet,
kann uns ein altes englisches Pilgergebet sagen:
"Gott, schenke uns Gelassenheit, das hinzunehmen, was wir nicht ändern
können. Gott, schenke uns Mut, das zu ändern, was wir
ändern können. Gott, schenke uns Weisheit, das eine vom
andern zu unterscheiden."
Gelassenheit, Mut und Weisheit sind die Schlüssel zum Neuanfang,
zum Gewinnen neuer Perspektiven und Hoffnungen. Und ich möchte noch
einen Schlüssel hinzufügen, nämlich den Humor. Gelassenheit
bedeutet: heraustreten aus dem sinnlosen, oft mit Selbstmitleid verbundenen
Protest gegen das Unabänderliche, ja sagen zum Leben ohne Verkrampfung,
lachen können über eigene Schwächen im Vertrauen,
daß oben im Himmel einer ist, der weit mehr aushalten muß
als ich. Und dieser sagt ja auch zu mir, nicht nur zu Jesus: Du
bist mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter sollte ich
da noch meinen, daß meine Person keine Rolle spielt in der Geschichte
der Menschheit? Sollte da der glimmende Glaube nicht neue Leuchtkraft
gewinnen?
Mut bedeutet: dem Geheul mit den Wölfen aus dem Weg gehen, ausbrechen
aus den festgefahrenen Geleisen, aus der bequemen Sattheit des Spießbürgertums,
die eigene Verantwortung erkennen und nicht auf andere abschieben
im Vertrauen, daß ich nicht alleine stehe, weil Jesus mir schon
den Weg geebnet hat, als er für die ganze Menschheit die Verantwortung
übernommen hat und sich nicht fürchtete, ihre ganze Sündenlast
zu tragen. Und dieser Jesus, der stärker ist als ich, er geht ja
neben mir, mit mir und nimmt mir die Last ab, wenn sie mir zu schwer wird,
denn er zerbricht niemals das geknickte Rohr.
Und schließlich Weisheit: unterscheiden können zwischen Möglichkeit
und Unmöglichkeit, das rechte Maß finden zwischen Aufbegehren
und Anpassung, zwischen Selbstüberschätzung und Verzweiflung,
zwischen Angleichung an die Welt und Weltflucht.
Garniert mit viel, viel Humor werden diese drei Schlüssel uns helfen,
immer wieder Neuaufbrüche zu wagen, von Irrwegen umzukehren und mit
dem Guten wieder neu anzufangen. Amen.
Fürbitten
Herr Jesus Christus, Du bist für uns Mensch geworden, um uns von aller Schuld
zu befreien. Dich bitten wir:
- Befreie uns von Angst und Verzweiflung; lass uns Mut fassen durch Deine Kraft.
- Befreie uns von der Angst, zu versagen; schenke uns ein tiefes Vertrauen auf Deine Gnade.
- Befreie uns von der Angst, nicht geliebt zu werden; zeige uns immer wieder
deutlich die Zeichen Deiner Liebe zu uns.
- Befreie uns von der Angst, den menschlichen Ansprüchen nicht gerecht zu werden;
lehre uns, nur im Maßstab Deiner göttlichen Liebe zu denken.
- Befreie unsere Verstorbenen von allen Fehlern und Sünden; sei ihnen ein
barmherziger Richter. Wir feiern diesen Gottesdienst ...
Herr Jesus Christus, nur in Dir können wir das Leben lernen, die Liebe leben
und die Hoffnung bewahren. Sei die Mitte unseres Glaubens. Darum bitten wir Dich,
Christus, unseren Herrn. Amen.
Liedvorschläge (GL Bistum Münster)
Einzug: 640, 1 + 2
Kyrie als Asperges: 955, 1 + 4
Gloria: 144, 1 + 2
1. Lesung: Jes 42, 5a.1-4.6-7
Zwischengesang: 297, 1 - 4
Evangelium: Mt 3, 13-17
Credo: sprechen
Gabenbereitung: 558
Sanctus: 864
Agnus Dei: 989
Danksagung: 883, 1 + 2
Schluss: 908, 3