Sprecher 1
(Laut:) Leg das Kind nicht in den Stacheldraht! Dieses Kind gehört
nicht in diese Welt. Dort herrscht Krieg. Die Menschen bekämpfen
sich, beschießen sich, bringen sich um. Leg das Kind nicht in diese
Welt!
(Ruhiger:) Das ist kein Platz für ein Kind. Die Menschen sind schlecht.
Sie führen Krieg, weil sie böse sind. Sie beschießen sich,
weil sie nicht mit einander teilen wollen. Sie bringen sich um, weil sie
sich hassen. Leg das Kind nicht in diese Welt voller Stacheln!
Sprecher 2
(Ruhig:) Diese Welt braucht das Kind des Friedens. Kinder hassen nicht,
sie bringen niemand um. Kinderaugen sind Augen des Friedens. Wer soll
denn sonst mit dem Frieden anfangen?
Das Kind ist selbst der Friede. Dieses Kind kann in diese heillose Welt
Frieden bringen. Leg das Kind ruhig in diese Welt. Wir brauchen es.
Sprecher 1
(Laut:) Leg das Kind nicht in den Stacheldraht! Dieses Kind gehört
nicht in diese Welt. Diese Welt ist ungerecht. Die eine Hälfte der
Menschen hungert und stirbt, die andere Hälfte weiß nicht wohin
mit den Lebensmittel. Leg das Kind nicht in diese Welt!
(Ruhiger): Das ist kein Platz für ein Kind. Die Menschen sind egoistisch.
Die Armen lernen das Stehlen, um zu überleben. Sie kämpfen schon
als Kinder um ein kleines Stückchen Brot. Die Reichen denken nur
an ihren Profit. Und sogar ihr Spendengelder wollen sie von der Steuer
absetzen. Leg das Kind nicht in diese Welt voller Stacheln!
Sprecher 2:
Die Menschen sind egoistisch, weil keiner ihnen die Liebe gelehrt hat.
Wieviele würden sofort ihr Leben ändern, wenn sie erfahren,
wieviel Freude das Geben und Helfen schenkt? Die Welt braucht dieses Kind.
Sie braucht jemanden, der so bedingungslos liebt wie dieses Kind. Wer
sonst soll ihnen den Weg zur Gerechtigkeit zeigen, wenn nicht dieses Kind?
Leg das Kind ruhig in diese Welt. Wir brauchen es.
Sprecher 1:
(Laut:) Leg das Kind nicht in den Stacheldraht! Dieses Kind gehört
nicht in diese Welt. Die Menschen dort sind abgestumpft. Sie wissen nicht
mehr, was sie mit ihrer Zeit tun sollen. Die leben nicht, die vegetieren!
Leg das Kind nicht in diese Welt!
(Ruhiger:) Das ist kein Platz für ein Kind. Es wird selbst ein abgestumpftes,
freud- und leidloses Leben führen. Wieviele Kinder werden erzogen,
indem die Eltern sie vor den Fernseher setzen? Wieviele kennen nur noch
die Freude, die im Alkohol liegt? Wieviele kennen kein Leid mehr, nur
noch die Langeweile, den nächsten Tag abzuwickeln? Das ist keine
lebendige Welt mehr. Das ist nur noch eine Maschine. Leg das Kind nicht
in diese kalte Welt voller Stacheln!
Sprecher 2
Diese Welt braucht das Neue. Das ganz andere. Diese Welt braucht das Kind,
das ihnen einen neuen Weg zeigt. Das Kind kann uns das Staunen beibringen.
Das Kind kann uns die Begeisterung lehren. Das Kind kann uns zeigen, dass
das größte Abenteuer immer noch der Mensch ist.
Die Langeweile kommt doch nur daher, dass wir uns an alles schon gewöhnt
haben - und nicht mehr glauben, dass es noch etwas zu entdecken gibt in
dieser Welt. Wer aber die Welt mit den Augen dieses Kindes sieht, der
kann auf die ganz große Entdeckungsfahrt gehen. Diese Welt braucht
das Kind. Leg es ruhig hinein.
Sprecher 1
(Laut:) Leg das Kind nicht in den Stacheldraht! Dieses Kind gehört
nicht in diese Welt. Die Menschen in dieser Welt haben doch keine Zukunft!
Sie zerstören alles, was ihnen zwischen die Finger gerät: Die
Umwelt, die Hoffnung, die Menschen! Leg das Kind nicht in diese Welt!
(Ruhiger:) Das ist kein Platz für ein Kind. Ein Kind braucht eine
Perspektive. Was aber soll denn schon aus dieser Welt werden? Nichts bessert
sich, alles wird nur immer schlimmer. Naturkatastrophen, Umweltkatastrophen,
Terrorismus! Arbeitslosigkeit, Elend, Kriminalität! In dieser Welt
gibt es keine Hoffnung mehr. Leg das Kind nicht in diese stachelige Welt.
