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Wie uns beinahe das Weihnachtsfest geklaut wurde

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Außerdem eignen sich als Weihnachtsgeschichte (oder als Grundlage für ein Krippenspiel):

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Alles kostenlos - Liebe kann man nicht bezahlen - aber auch nicht in Rechnung stellen...

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Predigtspiel zum Weihnachtsgottesdienst

Während der Erzähler liest, stellen eine Familie, zwei schwarz gekleidete Kobolde und im zweiten Teil ein kleiner Junge das Erzählte pantomimisch dar.

Erzähler: Ich will euch erzählen, wie in unserer Familie beinahe das Weihnachtsfest geklaut worden war. Es begann alles ganz normal. Wie an jedem Weihnachtsfest war der Tannenbaum liebevoll aufgebaut worden, darunter eine Krippe mit Maria, Josef und dem Christkind. Die Geschenke waren aufwändig verpackt und warteten darauf, den Besitzer zu wechseln.

In der Familie herrschte die gleiche gespannte Unruhe wie auch in den Jahren davor, ein wenig Vorfreude vermischt mit einer feierlichen Stimmung.

Auch wenn alle darauf warteten, die Geschenke auszupacken und den anderen beim Auspacken zuzusehen, begannen wir immer erst mit dem Weihnachtsgottesdienst in der Kirche. Wir wollten ja den Grund nicht vergessen, warum wir Weihnachten feiern. Und dann, zu Hause, gab es zunächst ein feierliches Essen.
Dann kam der Augenblick der Bescherung: Wir nahmen die Liederbücher und sangen ein paar Lieder, manchmal hat auch jemand von uns auf der Blockflöte ein Lied vorgespielt. Das klang zwar manchmal etwas schief, aber das störte an diesem Tag keinen von uns.
Vater hat dann noch ein Gebet gesprochen, während wir auf das Kind in der Krippe geschaut haben. Dort lag das Jesuskind; Gott war mitten unter uns. Ein schöner Gedanke.
Anschließend wurden dann die Geschenke ausgepackt. Eines nach dem anderen, damit sich alle anderen mitfreuen konnten - und man auch gleichzeitig sehen konnte, ob man das richtige Geschenk ausgesucht hatte.

(die Darsteller der Familie erstarren zu Schaufensterfiguren)

Doch im Laufe des Jahres passierte dann etwas, das unser Weihnachtsfest veränderte: Uns wurden die Lieder geklaut. (Die Kobolde klauen die Liederbücher). Nun mal ehrlich: Man kommt sich doch komisch vor, wenn man das ganze Jahr über nicht singt und dann plötzlich zu Weihnachten die Liederbücher auspacken muss.

Auch im zweiten Jahr wurden wir beklaut: Das Gebet wurde uns genommen. (Die Kobolde klauen das große Gebetbuch) Auch das hat uns nicht so gestört: Wir fanden es immer schon seltsam, in der Familie zu beten. Das tut doch heute keiner mehr. Zuerst haben wir dann noch jeder für sich gebetet, abends zum Beispiel. Aber das hat dann auch schnell aufgehört. Und dann war es einfach unehrlich, Weihnachten noch zu beten.

Ein Jahr später fehlte wieder etwas: Die Krippe war verschwunden. (Die Kobolde klauen die Krippe). Vermutlich war es zu lästig, sie immer wieder aufzubauen. Wer glaubt denn noch an Märchen? Das war alles erfunden und nie wirklich passiert.

Am Schluss blieb dann noch das, worauf es uns wirklich ankam: Der Tannenbaum und die Geschenke.

(die Darsteller der Familie bewegen sich wieder, schauen auf den Baum und die Geschenke und sind erleichtert: Das Wichtigste ist noch da)

(Lied)

Erzähler: Doch eines Tages hatten wir Besuch zu Weihnachten. Ein kleiner Junge aus der Nachbarschaft war bei uns zu Gast, weil seine Mutter dringend ins Krankenhaus musste.
Als wir nach dem Essen in den Raum kamen, fragte er ganz laut: "Wo ist denn hier die Krippe? Das geht doch nicht, Weihnachten ohne Jesus!"

Ja, da waren wir sprachlos. Aber er hatte recht: Was wäre denn ein Weihnachtsfest ohne den Sohn Gottes?

(Die Kobolde: "Verflucht, wir sind erwischt worden!" und bringen die Krippe zurück)

Wir haben dann noch einmal die Krippe aufgebaut. Das dauerte schon seine Zeit, aber es hat uns richtig Freude gemacht, den alten Josef, Maria und das Jesuskind wieder zu sehen. Aber der Junge gab noch keine Ruhe. Er wollte unbedingt für des Jesuskind ein Lied singen.

(Die Kobolde: "Verflucht, sie haben es gemerkt" und bringen die Liederbücher zurück)

Wir haben uns breitschlagen lassen und ein Lied gesungen. Und - was soll ich sagen? Das war gar nicht so schlecht, wir haben schließlich sogar noch drei Lieder hinten dran gehängt.
Als wir damit fertig waren und uns nun endlich mit den Geschenken beschäftigen wollten, rief dieser Junge: "Jetzt wollen wir noch eben Danke sagen. Gott danken, dass er uns Jesus geschenkt hat." Und er wurde ganz still, faltete die Hände und schaute auf das Jesuskind in der Krippe. Was glaubt ihr - wir haben alle mitgebetet.

(Die Kobolde bringen das Gebetbuch zurück)

Es war wieder wie früher. Beinahe wäre uns das Weihnachtsfest geklaut worden, aber der Junge aus der Nachbarschaft hat alles gemerkt. Und da wie jetzt auch Weihnachten wieder gesungen und gebetet haben, habe wir das hin und wieder - ganz einfach so - bei uns zu Hause getan.