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Predigtspiel zum Schulanfang - "Abraham"

Abraham (Spieler 1)  auf der einen und Gott (Spieler 2) auf der anderen Seite.
Hinter Abraham stehen einige Schüler, zu denen er sich immer wieder hingezogen fühlt – und hinter Gott stehen einige Schüler, die Abraham auf den neuen Weg ziehen.

An den markierten Stellen zeigen die jeweiligen Schüler Plakate mit Begriffen, die den inneren Kampf verdeutlichen, in dem Abraham steht.

Sprecher/in: Die Bibel erzählt von jemandem, für den auch etwas ganz Neues anfängt. Er wird von Gott auf den Weg geschickt.

Gott: "Abraham, mache dich auf den Weg. Du musst in ein neues Land gehen. Nimm deine Familie, deine Knechte und Mägde und deine Tiere. Nimm alles, was dir gehört und geh!"

Abraham: "Ich soll gehen?"

Gott: "Ja, du musst wegziehen!"

Abraham: "Ich habe aber doch keinen Grund zu gehen. Mir geht es gut hier. Ich habe hier alles, was ich brauche. Alles zurücklassen? Nein, ich geh hier nicht weg!" “Sicherheit“

Gott: "Doch Abraham, du musst gehen. Es ist gut für dich zu gehen."

Abraham: "Ich? Wo ich mit viel Mühe mir hier alles aufgebaut habe? Ich fühle mich hier wohl. Uns geht es gut. Wir haben alles, was wir brauchen. Du weißt, ich habe eine große Familie, viele Freunde. Ich kann doch nicht alles zurücklassen. Ich soll meine Freunde, Menschen verlassen, denen ich vertrauen kann, die zu mir halten, mich kennen und verstehen? Wie stellst du dir das vor?"

Gott: "Wie ich mir das vorstelle? Ganz einfach, Abraham - pack deine Sachen zusammen, belade deine Tiere und mach dich auf den Weg. Den Weg werde ich dir dann schon zeigen!" “Vertrauen“

Abraham: "Ich will hier nicht weg!! Hier kennen mich alle. Hier bin ich wer. Hier habe ich was zu sagen, hier fühle ich mich sicher. Hier bin ich für die anderen wichtig. Sie fragen mich um Rat und hören auf mich! Du siehst, ich kann hier nicht weggehen."

Gott:"Du hast viele Gründe, hier zu bleiben. Jeder Grund ist gut. Doch ich weiß, dass du gehen wirst, gehen musst! Du wirst dich auf den Weg machen, denn die Zeit ist reif dafür. Du musst Neues erfahren und erleben." “Neues“

Abraham: "Neues erfahren und erleben? Was kann denn das schon sein? Was gibt's für mich noch Besseres? Ich will einfach nichts riskieren! Ich habe Angst vor dem Neuen. Ich weiß nicht, was kommen wird. Ich werde ein Unbekannter sein, ein un­be­schriebenes Blatt. Das macht mir einfach große Angst." “Angst“

Gott: "Es ist gut, vorsichtig zu sein. Doch du übersiehst dabei auch eine ganz große Chance. Dort kennt dich keiner, das stimmt wohl. Dort weiß aber auch keiner etwas über dich. Du bestimmst, was du den Menschen dort von dir erzählen willst. Du be­stimmst, wie du dort behandelt werden willst. Dort kannst du ganz neu anfangen. Du musst nicht mehr das sein, was andere von dir wollen und erwarten. Du bestimmst, was auf das neue Blatt geschrieben wird. Du kannst etwas wagen." “wagen“

Abraham: "Ein unbeschriebenes Blatt neu beschreiben? Schön und gut, aber ich habe Verantwortung für meine Familie. Wenn wir jetzt gehen, wo werden wir hin­kommen? Was werden wir dort vorfinden? Was kann dort besser sein als hier?" “Festhalten“

Gott: "Ob es besser sein wird, kann ich dir nicht sagen. Es wird auf jeden Fall anders sein als du es gewohnt warst. Du wirst dort neue Menschen kennenlernen und Freunde finden. Mit der Zeit wird man auch in deiner neuen Heimat dich um Rat fragen und auf dich hören. Du wirst vor neuen Aufgaben stehen. Manchmal wirst du davor Angst haben, doch ich weiß: Du wirst es schaffen. Du selbst musst es wollen!"

Abraham: "Du machst es dir leicht, sagst ganz einfach: Geh! Es wird gut. Was nimmt mir die Angst? Was gibt mir Schutz und Sicherheit für mich und meine Familie?" “Zweifel“

Gott: "Du fragst nach Schutz und Sicherheit? Abraham, vertraue mir. Ich war dein ganzes Leben bei dir. Ich habe auf dich aufgepasst. Und ich werde auch weiterhin bei dir sein. Ich werde dich begleiten, behüten und beschützen. Abraham, ich werde dich segnen und du wirst für andere zum Segen werden. Darauf kannst du vertrauen - egal was geschehen wird. Egal was du erleben wirst, ich werde bei dir sein und dich schützen. Und wenn du gar nicht mehr weiter weißt, nicht mehr gehen kannst, werde ich dich tragen! Und nun mach dich auf den Weg!" “Gottes Segen!“