Erschienen 2004 im Herder Verlag, Freiburg für 13,50 Euro als Taschenbuch mit 171 Seiten |
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KARL-LEISNER-JUGEND |
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Bücher in der Jugendarbeit
Um Missverständnisse zu vermeiden: Hier werden nicht die besten Bücher und auch nicht die neuesten Bücher empfohlen.Es sind einfach Bücher, die uns im Laufe der Zeit positiv (und nur zum geringen Teil negtiv) aufgefallen sind. Wer sich bemüht, im Laufe des Jahres mehrere gute Bücher zu lesen, der findet hier Anregungen. über den eigenen Horizont hinaus. Für "Kritik an unserer Kritik" oder sonstige Anregungen
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"Die vielen Bemühungen, dem Glauben Fernstehende dort abzuholen, wo sie sich gerade befinden, führen dazu, dass sich die in der Jugendseelsorge Engagierten meist am Bahnhof aufhalten. So machen sich viele Jugendliche selbst auf den mühevollen Weg zur Kirche, während die, die es besser wissen, sich vor den ankommenden Zügen die Füsse platt stehen." In diesem markanten Satz aus dem Munde eines Jugendseelsorgers spiegeln sich die Gefahren von Glaubensbüchern wider, die sich vornehmlich an Menschen richten, die dem Glauben kritisch, ablehnend oder zumindest unwissend gegenüberstehen: Der Versuch, bei der Glaubensdarstellung in der Sprache und Denkweise der "heutigen Jugendlichen" zu bleiben, verhindert oft einen echten Fortschritt bei der Einführung in den Glauben.
Dieser Versuchung erliegt Uli Heuel nicht. In seinem Buch "Woran Christen glauben" gelingt ihm das schwierige Unterfangen, in der Sprache und mit den Vorbehalten der heutigen Menschen, fragende Jugendlichen an die Hand zu nehmen und in Bewegung zu setzen. Dabei lässt er die Bedenken, kritische Anfragen und Vorurteile ausgiebig zu Wort kommen, um dem die weitere und größere Sicht des Christen hinzuzufügen - behutsam, ohne erhobenen Zeigefinger, gekonnt jeden Anschein der gezwungenen Rechtfertigung vermeidend.
Uli Heuel hält auch die Mitte, wenn es darum geht, nicht in die Klein-Klein-Streitereien der theologischen Tagespolitik zu geraten oder in die Mühlen der ökumenischen Auseinandersetzung. Er beschränkt sich auf die grundlegenden Fragen, die alle Christen betreffen, ohne dass der Eindruck entsteht, er würde aus "political correctness" wichtige Fragen ausklammern.
Sein Buch ist allerdings kein Kompendium des Glaubens, sondern ein Begrüßungsgeschenk. Es werden weniger die dem Glauben bereits Vertrauten angesprochen, die in ihrem Glaubenswissen wachsen wollen. Ansprechpartner sind vielmehr die, die dem "befremdlichen" christlichen Glauben noch unentschlossen und abwartend gegenüber stehen. Daher schließt sein Buch auch mit vier Starthilfen - konkrete Aufforderung, doch endlich den Bahnhof zu verlassen und sich in Bewegung zu setzen.
Fazit: Wer einem christlich interessierten, aber noch ratlosen Freund ein Fenster in die christliche Weite öffnen will, der schenkt mit dem Buch "Woran Christen glauben" die beste Aussicht.
