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Filme in der Jugendarbeit

Man muss nicht einen Spielfilm diskutieren, analysieren und sezieren, damit er wirkt. Gute Filme sind halt deshalb gut, weil sie ihre eigene Sprache sprechen und darüber (oft) mehr transportieren, als durch eine nachträgliche Analyse.

Aber welche Filme sind wirklich gut? Am besten, Du entscheidest selbst. Vielleicht kann Dir diese Seite unserer Homepage etwas behilflich sein: José García, anerkannter Filmkritiker mit einer eigenen Site ( www.textezumfilm.de) hat uns freundlicherweise erlaubt, einige seiner Besprechung hier zu veröffentlichen, die anderen stammen von Stefan Rottbeck, einem engagierten Jugendlichen.

Für "Kritik an unserer Kritik" oder sonstige Anregungen sind wir immer dankbar; schreib einfach an den webmaster.

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Filmbewertung: Von Menschen und Göttern (Original: Des Hommes et des Dieux)

Wertung: 4.5 von 5.0 Punkten
Regie: Xavier Beauvois
Darsteller: Lambert Wilson, Michael Lonsdale, Olivier Rabourdin, Philippe Laudenbach, Jacques Herlin
Land, Jahr: Frankreich 2010
Laufzeit: 120 Minuten
Genre: Drama
Publikum: Jugendliche, Erwachsene
FSK: 12

Inhalt

Dass das Leben eines katholischen Ordens auf der Leinwand großes Interesse wecken kann, zeigte der unerwartete Erfolg von Philip Grönings Dokumentarfilm "Die große Stille" (siehe Filmarchiv), der mit etlichen Preisen, darunter dem "Europäischen Dokumentarfilmpreis" ausgezeichnet wurde. Eine ähnliche Überraschung erlebte der französische Spielfilm "Von Menschen und Göttern" ("Des Hommes et des Dieux"), der beim diesjährigen Internationalen Filmfestival Cannes den "Großen Preis der Jury" gewann und in Frankreich ein Millionenpublikum anzog. Der Film von Xavier Beauvois (Regisseur) und Etienne Comar (Drehbuchautor) zeichnet eine wahre Begebenheit nach: Im Jahre 1996 wurden sieben Mönche des französischen Klosters "Notre-Dame de l’Atlas" in der algerischen Stadt Tibhirine entführt und ermordet. Zu der Tat bekannte sich zwar die islamistische Terrorgruppe GIA (Bewaffnete islamische Gruppe), die wahren Hintergründe des Verbrechens blieben jedoch bis heute unaufgeklärt.

In einer dokumentarisch anmutenden Inszenierung beschreibt der Film das Leben der Trappisten-Mönche in Nordafrika: die Arbeit auf dem Feld und den Verkauf von Honig auf dem Dorfmarkt etwa sowie die Tätigkeit des alten Bruders Luc (Michael Lonsdale) als Arzt, der die Dorfbewohner mit Medikamenten, vor allem aber mit Nächstenliebe versorgt. Das Oberhaupt der Klostergemeinschaft Christian (Lambert Wilson) kümmert sich wie ein Familienvater um deren Zusammenhalt. Der Film unterstreicht das harmonische Zusammenleben zwischen Kloster und einheimischer Bevölkerung: Die Mönche werden etwa zu Familienfesten eingeladen. Wie tief die Verbundenheit ist, zeigt ein Gespräch zwischen den Mönchen und den Dorfältesten, als sich die Lage zuspitzt, und sich die Frage stellt, ob die Trappisten wegziehen sollen. Das Sinnbild Christians, die Mönche seien wie Vögel auf einem Baum, die jetzt weiterziehen müssten, greift eine ältere Frau auf, indem sie es umkehrt: "Wir sind die Vögel, ihr seid der Baum. Wohin sollten wir, wenn ihr weggeht?"

In "Von Menschen und Göttern" nimmt die Liturgie eine zentrale Stellung ein, weil sie dem Film seine rhythmische Struktur gibt. Dazu merkt Regisseur Xavier Beauvois an, er habe sich nach einem Besuch bei einem Trappisten-Kloster in Frankreich entschieden, den Film zu drehen: "An deren Alltag teilzunehmen, hat mir klar gemacht, wie sehr schon jedes ihrer Rituale eine großartige Inszenierung ist. Der Ausgangspunkt meiner Regiearbeit war der Respekt für diese Inszenierung." Die Aufnahmen in der Klosterkapelle bestimmen außerdem die Ästhetik der Kameraarbeit von Caroline Champetier. Beauvois: "Feste, statische Einstellungen innerhalb des Klosters, Achsen, die sich dem 90 Grad Winkel in einer Kirche anpassen, wie beim Kreuz. Ich wusste, dass ich vielleicht ein bisschen mehr Freiheit im Innern von Lucs Krankenzimmer haben werde. Doch die beweglichen Aufnahmen würden nur draußen, in der Natur, während der Feldarbeiten zum Beispiel, stattfinden."

Der dramaturgische Wendepunkt ereignet sich, als in der Nähe des Klosters eine Baustelle überfallen und vierzehn kroatische Bauarbeiter ermordet werden. Das Militär und der Bezirksvorsteher bedrängen die Mönche, Tibhirine zu verlassen, da sie das nächste Ziel der Rebellen sein könnten. Wie konkret diese Gefahr ist, erfahren die Trappisten am eigenen Leibe, als am Weihnachtsabend eine Gruppe Rebellen im Kloster auftaucht: Mit Waffengewalt fordern sie die Versorgung ihrer Verletzten durch einen Arzt. Nun stellt sich für jeden einzelnen Bruder die Frage, ob er bleiben oder wegziehen soll. Die Mönche diskutieren, zweifeln, kämpfen mit sich – und entscheiden, dass sie gerade in dieser Situation bleiben müssen und wollen, ungeachtet der Gefahr, der sie sich persönlich aussetzen.

von JOSÉ GARCÍA - mit freundlicher Genehmigung des Autors - Quelle: www.textezumfilm.de

Kritik

Regisseur Xavier Beauvois geht es nicht so sehr um die äußeren Ereignisse oder gar um eine Ergründung der Verantwortung für die Ermordung der Mönche als vielmehr um das Miteinander der Religionen und nicht zuletzt um die Beschreibung eines erfüllten Lebens im Kloster. Davon zeugen auch großartige Dialoge, etwa über die Zweifel des jüngsten Bruders Christophe (Olivier Rabourdin), den Christian daran gemahnt, dass er sein Leben schon einmal hingab, als er seine Berufung befolgte. Wunderbar nimmt sich auch ein Gespräch zwischen Luc und einer jungen Muslimin über Liebesfragen aus. Ob er schon einmal verliebt gewesen sei, fragt die junge Frau den alten Mönch. Ja, antwortet er, mehrmals. "Dann fand ich aber eine noch größere Liebe, die ich mein Leben lang erwidert habe."

"Von Menschen und Göttern" verdeutlicht, dass die Liebe zu Gott und zu den Nächsten alles vermag, etwa auch standhaft zu bleiben, selbst auf Kosten des eigenen Lebens. Dazu führt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch aus: "Der Film ist ein herausragendes Beispiel für die Vermittlung christlicher Werte im Kino. Er stellt eindrucksvoll dar, wie aus tiefer Spiritualität und der Nähe zu Gott die Kraft erwächst, die politisch brisante Botschaft der Liebe gerade in einer Situation der Bedrohung durch Gewalt konsequent zu leben".."

von JOSÉ GARCÍA - mit freundlicher Genehmigung des Autors - Quelle: www.textezumfilm.de

Filmbewertung: Die Chroniken von Narnia 3 - Die Reise auf der Morgenröte

Wertung: 3.5 von 5.0 Punkten
Regie: Michael Apted
Darsteller: Skandar Keynes, Ben Barnes, Will Poulter, Tilda Swinton, Georgie Henley, William Moseley
Land, Jahr: GB 2010
Laufzeit: 114 Minuten
Genre: Fantasy, Literatur-Verfilmungen
Publikum: Kinder, Jugendliche
FSK: 6

Inhalt und Kritik

Die zweite Narnia-Verfilmung "Prinz Kaspian von Narnia" (siehe Filmarchiv) knüpfte in der Inszenierung nahtlos an die zweite Hälfte des ersten Filmes "Der König von Narnia" (siehe Filmarchiv) an. "Prinz Kaspian" orientierte sich visuell allzu offensichtlich an den Filmfassungen von Tolkiens "Der Herr der Ringe". Die Luftaufnahmen aus dem Adlerblick mitsamt 360 Grad-Schwenks und die in Totalen wiedergegebenen gigantischen Schlachten drängten den Märchencharakter der Erzählungen C.S. Lewis’ deutlich in den Hintergrund, der zu Beginn von "Der König von Narnia" vorgeherrscht hatte. Mit "Die Reise auf der Morgenröte" kehrt das Märchenhafte zurück, ohne dass deshalb der Film an rasanter Aktion etwas eingebüßt hätte – für diese sorgt Regisseur Michael Apted, der mit "Gorillas im Nebel"(1988) und "James Bond 007: Die Welt ist nicht genug" (1999) ausreichende Erfahrung vorweisen kann. Andrew Adamson, der bei den zwei früheren Narnia“-Verfilmungen Regie geführt hatte, wirkt nun als Produzent mit.

"Die Chroniken von Narnia. Die Reise auf der Morgenröte" beginnt erneut während des Zweiten Weltkriegs in London. Die älteren Pevensie-Geschwister Peter (William Moseley) und Susan (Anna Popplewell) haben diesmal lediglich ein paar Gastauftritte: Peter lernt für die Aufnahmeprüfungen an der Universität, Susan macht Urlaub in den Vereinigten Staaten. Das Abenteuer konzentriert sich deshalb auf die beiden jüngsten Edmund (Skandar Keynes) und Lucy (Georgie Henley), die widerwillig Verwandte in der Nähe von Cambridge besuchen. Dort müssen sie sich insbesondere mit ihrem nervigen Cousin Eustachius Clarence Knilch (Will Poulter) abgeben. Als sie eigentlich vor dem Knilch fliehen, entdecken sie ein Gemälde der "Morgenröte", eines majestätischen Segelschiffs, dessen Design sich an einem Drachen orientiert. Plötzlich wird das Bild lebendig und das ganze Zimmer überflutet. Die drei Kinder versinken daraufhin im Wasser und landen im Östlichen Meer von Narnia, wo sie von inzwischen zum König aufgestiegenen Kaspian (Ben Barnes) und seiner Crew gerettet und an Bord der Morgenröte geholt werden.

Kaspian befindet sich auf der Suche nach den sieben verschollenen Lords von Telmar, die vom Königshof auf die Einsamen Inseln verbannt wurden. Die Reise führt den König und die Pevensie-Geschwister samt Cousin auf fünf Inseln, von denen jede unerwartete Gefahren und Abenteuer birgt. Kaspian entdeckt das Mysterium eines bösartigen grünen Nebels, der Körper und Seelen der Menschen zu entführen vermag: Der tödliche Bann kann nur gebrochen werden, wenn er die sieben Lords und ihre Schwerter findet, die ihnen Aslan zum Schutze Narnias überreichte. Werden die Schwerter allesamt auf Aslans Tafel gelegt, dann verleihen sie Kaspian die Macht, den Nebel und die Hexe zu vernichten. Gelingt es jedoch nicht, die sieben Schwerter zu vereinen, dann ist Narnia dem Untergang geweiht.

Die größte Herausforderung für die Dramaturgie besteht wohl in der episodenhaften Handlung. Ihr begegnen die Filmemacher, indem Eustachius eine Art Tagebuch führt, das dem Film eine erzählerische Einheit verleiht. Die eindrucksvolle Ausstattung wird von Dante Spinottis Kamera nachhaltig ins Bild gesetzt, die ebenfalls die zahlreichen visuellen Effekte unterstreicht. Die nachträgliche Umwandlung in 3D entfaltet hingegen lediglich an einigen wenigen Stellen ihre Wirkung.

Hinter der Aufgabe, die sieben magischen Schwerter zu finden und sie zu Aslan zu bringen, verbirgt sich eine tiefgründige Botschaft: Die Protagonisten müssen unterschiedlichen Versuchungen, "der Dunkelheit in sich selbst", widerstehen. Vor allem jedoch handelt "Die Chroniken von Narnia. Die Reise auf der Morgenröte" davon, den Glauben zu finden. Deutlich wird es an der Entwicklung, die Eustachius durchmacht: Der ungläubige Nörgler, den der Reichtum verführt, wird von Aslan vergeben und erlöst – ähnlich Edmund, der in der ersten "Narnia"-Verfilmung nach Verrat und Reue vom Löwen wieder seine Würde erhielt. Aber auch andere Figuren durchlaufen einen Reifungsprozess, so Lucy, die zunächst wie ihre ältere Schwester Susan sein möchte, und am Ende sich selbst findet. Die Allegorien auf den christlichen Glauben treten somit offensichtlicher zu Tage als bei "Der Herr der Ringe", den Lewis’ Freund John R. R. Tolkien zur gleichen Zeit wie "Die Chroniken von Narnia" veröffentlichte (1954). Den bekannten Ausdruck "Aslans anderer Namen in dieser Welt", den C. S. Lewis in einem Brief an eine junge Leserin verwendete, zitiert der Film gar explizit.

von JOSÉ GARCÍA - mit freundlicher Genehmigung des Autors - Quelle:www.textezumfilm.de

Filmbewertung: Hereafter - Das Leben danach

Wertung: 3.5 von 5.0 Punkten
Regie: Clint Eastwood
Darsteller: Matt Damon, Cécile De France, Jay Mohr, Bryce Dallas Howard, Frankie McLaren, George McLaren, Thierry Neuvic, Marthe Keller
Land, Jahr: USA 2010
Laufzeit: 128 Minuten
Genre: Drama
Publikum: Jugendliche, Erwachsene
FSK: 12

Inhalt und Kritik

Das in der mittelalterlichen Kunst häufig anzutreffende Glücksrad ("Rad der Fortuna") stellt ein Sinnbild für die Vergänglichkeit des Glücks, aber auch allgemein für die Zerbrechlichkeit des irdischen Lebens dar: Wer noch heute König ist, steht schon morgen ohne Land und bloß da. Ob Clint Eastwood an solche Darstellungen explizit gedacht haben mag, als er seinen Spielfilm "Hereafter – Das Leben danach" drehte, sei dahingestellt. In einigen Szenen darin erkennt man jedoch als Zuschauer ohne weiteres eine solche Übereinstimmung, so etwa als die noch ein paar Monate zuvor gefeierte französische Fernsehjournalistin Marie Lelay (Cecile de France) zugunsten einer Jüngeren nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern auch den "Thron" der Werbungs-Königin räumen muss.

"Hereafter – Das Leben danach" handelt zum größten Teil denn auch von der Fragilität des Lebens: Marie wird von der riesigen Tsunami-Welle mitgerissen, die einen Strand in Indonesien überflutet. Im Gegensatz zu den Hunderttausenden, die (zu Weihnachten 2004) am Indischen Ozean unter den Riesenwellen ums Leben kamen, war die französische Journalistin zwar nahe daran, aber sie überlebte. Das Nahtoderlebnis hat Marie aber so traumatisiert, dass sie von ihrem Arbeitgeber und Geliebten gedrängt wird, sich eine Auszeit zu nehmen. Die Journalistin sucht das Gespräch mit der Leiterin eines Alpenhospizes in der Schweiz. Mit dem von ihr zur Verfügung gestellten Material wird sie ein Buch über Nahtoderlebnisse schreiben, in das ihre persönliche Erfahrung einfließt.

Im fernen San Francisco wagt George Lonegan (Matt Damon) einen Neuanfang: Vor Jahren hat er als Medium den Kontakt mit Verstorbenen hergestellt. Im Gegensatz zu seinem älteren Bruder Billy, der Georges Begabung unternehmerisch nutzen möchte, fasst der einfache Mann mit ausgeprägter Bewunderung für Charles Dickens seine Fähigkeit jedoch nicht als Gabe, sondern als Fluch auf, der keine normale Beziehung zu anderen Menschen eingehen lässt. Deshalb entschied sich George, keine Sitzungen mit dem Jenseits mehr abzuhalten und stattdessen eine einfache Arbeiter-Stelle am Hafen anzunehmen.

Ein dritter Handlungsstrang spielt sich in einem Londoner Armenviertel ab, wo die Zwillinge Jason und Marcus (Frankie und George McLaren) als eingespieltes Team die Jugendamts-Vertreter an der Nase herumführen, damit sie nicht ihrer heroinabhängigen Mutter weggenommen und in eine Pflegefamilie gebracht werden. Als Jason auf der Flucht vor ihn drangsalierenden Jugendlichen von einem Lieferwagen erfasst wird und auf der Stelle stirbt, sucht Marcus verzweifelt nach einer Möglichkeit, mit dem 12-minütigen älteren Bruder, der ihm immer ein Vorbild war, Kontakt aufzunehmen. Dieser Erzählstrang stellt sich nicht zuletzt als besonders herzbewegend heraus, weil die 12-jährigen Zwillingsbrüder Frankie und George McLaren Marcus' Sehnsucht nach dem toten Bruder mit reduzierter Mimik und tieftraurigem Blick so wahrhaftig verkörpern, dass die Figur dem Zuschauer im Gedächtnis bleibt.

Das Drehbuch von Peter Morgan, der für seine Originaldrehbücher in "Die Queen" (2006) und "Frost/Nixon" (2008) jeweils für den Oscar nominiert wurde, lässt diese drei Episoden fast die ganze Filmzeit einfach parallel laufen. Trotz der konstruierten Art und Weise, mit der sie erst gegen Ende vereinigt werden, und insbesondere auch trotz des aufgesetzten "Happy Ends" überzeugt Clint Eastwoods Inszenierungsstil. Nicht nur die klaren Bilder seines Haus-Kameramanns Tom Stern gehören dazu, sondern ebenso die Liebe zum kleinsten Detail. Ob nun eng mit dem "Memento mori"-Sujet zusammenhängende, eindringliche Aufnahmen etwa im Alpenhospiz, oder eher davon losgelöste Einstellungen wie die Körpersprache ihres einstigen Geliebten, die Marie verdeutlicht, dass sich für sie "das Rad gedreht hat": In ihrer Orientierung am klassischen Hollywood zeugen solche Bilder von äußerster Genauigkeit und Reinheit. Unterstützt werden sie von einem von Clint Eastwood selbst komponierten, zurückhaltenden Soundtrack.

Genauso wenig wie die Filmmusik aufs Überwältigen setzt, möchten Drehbuchautor Peter Morgan und Regisseur Clint Eastwood den Zuschauer bevormunden, ihm gar eine eigene Sicht des "Lebens danach" aufzwingen. Deshalb die eher dezenten Bilder etwa der Nahtod-Erfahrung Maries oder der Kontaktaufnahmen Georges und vor allem die Suche nach Erlösung, die sich als die wahre Triebfeder in den drei Erzählsträngen herausstellt. Für eine leise Öffnung zur Transzendenz mag die Haltung der Schweizer Wissenschaftlerin (Marthe Keller) stehen, die sich zwar als einst atheistisch betitelt, aber nach jahrzehntelanger Beschäftigung mit solchen Phänomenen die Beweislage als "unwiderlegbar" bezeichnet.

von JOSÉ GARCÍA - mit freundlicher Genehmigung des Autors - Quelle:www.textezumfilm.de